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Erweitertes Konzept der Bläserklasse für künftige Fünftklässler

Freude am Lernen durch Musik

Billerbeck/Havixbeck. Musik ist Ausdruck von Lebensfreude – und zwar von Kindesbeinen an. Denn junge Schüler verbessern durch das Spielen eines Instruments nicht nur ihre Koordinationsfähigkeit, sie steigern auch ihr Konzentrationsvermögen. An der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) profitieren Fünft- und Sechstklässler seit mehr als zehn Jahren von der Kooperation mit der Musikschule Havixbeck, wie es in einer Pressemitteilung der AFG heißt.

Allgemeine Zeitung

In der Bläserklasse der Anne-Frank-Gesamtschule hat sich einiges verändert: Wer schon ein Instrument spielt, muss nicht zwangsläufig ein neues lernen. Foto: AFG

Für zwei Jahre wählen die Schülerinnen und Schüler mit vier Stunden Musikunterricht pro Woche einen künstlerischen Schwerpunkt. „Kinder ohne Vorkenntnisse sind willkommen“, betont Musik- und Klassenlehrer Klemens Weißer, „das Notenlesen lernen wir zusammen in der AFG.“ Bevor die Entscheidung für ein Instrument ansteht, lernen die Kinder alle zur Auswahl stehenden Instrumente in einem „Instrumentenkarussell“ kennen: Querflöte, Klarinette, Saxophon, Trompete, Horn, Posaune, Euphonium und Tuba. „Wir finden für jedes Kind das passende Instrument“, versichert Weißer.

Doch auch Kinder, die bereits ein Instrument beherrschen, sind in der Bläserklasse gut aufgehoben. Und – das ist neu – sie dürfen dieses Instrument an der AFG weiterführen. Ergänzend zum Instrumentalunterricht, den sie privat weiterführen, erhalten diese Schüler im Rahmen der Bläserklasse einen Spezialunterricht, in dem sie ihre Fertigkeiten individuell weiterentwickeln können, heißt es in der Mitteilung weiter. Rainer Becker, Leiter der Musikschule, und Klemens Weißer haben das Konzept ausgearbeitet und im aktuellen Schuljahr bereits erprobt. „Jetzt können auch Schüler, die in der Grundschule in einer Musizierklasse ein Instrument gelernt haben, ihre musikalische Ausbildung an der Gesamtschule nahtlos fortsetzen. Außerdem kommen wir dem vielfach geäußerten Wunsch der Kinder nach, die sich schlecht von ihrem Instrument trennen konnten“, sagt Rainer Becker.

Das bestätigt auch AFG-Lehrer Weißer: „Wir machen derzeit sehr gute Erfahrungen. Die zusätzliche Förderung kommt bei den Kindern gut an“, so Weißer, der darauf hinweist, dass es zudem die Möglichkeit gibt, am „Drehtürmodell“ teilzunehmen. „Guten beziehungsweise begabten Schülerinnen und Schülern bieten wir an, während des regulären Schultages stundenweise in der Musikschule am Instrumentalunterricht teilzunehmen. Das Kind arbeitet den verpassten Unterrichtsstoff selbstständig nach. Leistungsstarke Schüler lernen damit auch, sich gut zu organisieren und Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen.“

Orchesterarbeit macht einen wesentlichen Anteil des Unterrichts aus. „Üblicherweise – also außerhalb der Corona-Pandemie – geben wir Konzerte“, so Weißer. „Im Anschluss an die Bläserklasse sind die Kinder dann so weit ausgebildet, dass sie auch in anderen Orchestern musikalisch mithalten können, zum Beispiel im Aufbaustufenorchester der Musikschule.“

AFG-Schulleiter Dr. Torsten Habbel liegt die Kooperation mit der Musikschule sehr am Herzen: „Die Musikschule und wir sind die weiterführende Schule des Ortes. Mit dem erweiterten Konzept bieten wir jungen Familien ein höchst attraktives Angebot und wir stärken damit auch die Attraktivität des Ortes.“

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