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Aktion „Billerbeck hilft“ für Hochwasser-Krisenregionen initiiert

„Ganz viele haben ihre Hilfe angeboten“

Billerbeck

Von den Reaktionen auf seinen Aufruf ist Christian Wiesner überwältigt. „Ganz viele haben ihre Hilfe angeboten, ganz viele wollen spenden“, so der Billerbecker, der für die in den Hochwasser-Krisengebieten betroffenen Menschen die Aktion „Billerbeck hilft“ ins Leben gerufen hat. Dabei kooperiert er nicht nur mit der Stadt Billerbeck und den beiden Kirchengemeinden, „es ist eigentlich eine Kooperation mit allen Billerbeckern“, wie er sagt. Schließlich sei allein solch eine Aufgabe nicht zu bewältigen.

Von Stephanie Sieme

Ein Notstromaggregat, das von Billerbeckern zur Verfügung gestellt wurde, wird am Sonntag zu einer betroffenen Familie ins Krisengebiet gebracht. Im Rahmen der Aktion „Billerbeck hilft“ werden weitere Spenden gesucht. Foto: Foto: privat

Billerbecker Rettungskräfte von Feuerwehr und Deutschem Roten Kreuz waren und sind in den betroffenen Regionen vor Ort, um zu helfen. „Diese Hilfe ist sehr wichtig. Wichtig wird es aber auch sein, die betroffenen Menschen mittel- bis langfristig zu unterstützen, ihr Leben wieder aufzubauen“, wie Bürgermeisterin Marion Dirks in einer Mitteilung schreibt. Und genau darum geht es bei der Aktion „Billerbeck hilft“.

Wiesner stammt aus dem Rhein-Sieg-Kreis, ist dort aufgewachsen und hat durch Familie und Freunde gute Kontakte in seine alte Heimat. „Ich habe nach Rücksprache mit den Verantwortlichen vor Ort im Rhein-Sieg-Kreis, Kreis Euskirchen und Kreis Ahrweiler eine Bedarfsliste erstellt“, informiert er. Sonderkleidung (Übergrößen, Arbeitskleidung, Sportbekleidung, Babysachen), Kinderspielsachen (Babyspielzeug, Lego, Playmobil), Haushaltswaren (Bettwäsche, Bettdecken, Handtücher), Haushaltsgeräte (Elektrokleingeräte, Kaffeemaschinen, Mikrowellen, Mixer), Multimediageräte (TV, Laptop, Computer, DVD-Player, Router), Gartengeräte (Schaufeln, Besen, Rasenmäher, Hochdruckreiniger), Möbel, Baugeräte (Bohrer, Trockengeräte, Sägen) sowie Bücher und DVDs können gespendet werden. Diese Spendengüter können am morgigen Dienstag und am Donnerstag (22. 7.) jeweils von 16 bis 18 Uhr im Pfarrheim (Kirchstr. 5) abgegeben werden. In den nächsten Wochen soll es weitere Termine geben. Die Zeiten sollen ans Feedback der Leute angepasst werden. „Sicherlich wird es auch mal einen Termin am Wochenende geben“, so Wiesner.

Bei der Aktion „Billerbeck hilft“ geht es aber auch ums Anpacken, um helfende Hände. Hilfe wird unter anderem bei der Annahme der Hilfsgüter benötigt sowie bei der Sortierung der Spenden und bei der Logistik. In einem zweiten Schritt gehe es auch darum, die Spenden in die betroffenen Regionen zu bringen. Speditionen und auch die Feuerwehr hätten bereits Unterstützung zugesagt. Aber auch beim Wiederaufbau werde Unterstützung benötigt. „Fachwissen und handwerkliches Geschick sind dann gefragt“, sagt Wiesner. Sicherlich müssten Bautrupps in die betroffenen Regionen entsendet werden.

„Man kann es sich nicht vorstellen, wie es dort aussieht“, berichtet Wiesner. „Das wird Jahre, eher Jahrzehnte dauern, bis alles wieder aufgebaut ist.“ Deswegen sei ein langfristiges Engagement wichtig. Aktuell steht die Suche nach Vermissten und die Rettung von Menschen im Vordergrund.

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