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Hoher Besuch: Ministerin Scharrenbach bei Jubiläumsfeier in Aulendorf

Großer Tag der kleinen Capellengemeinde

Billerbeck

(ib). „Es ist schön, Leute kennenzulernen und Ideen mitzunehmen“, freute sich Ina Scharrenbach und fügte hinzu: „Wenn wir dann noch etwas beitragen können, ist das sehr schön.“ Die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung in Nordrhein-Westfalen war am Sonntag der Ehrengast auf der großen Jubiläumsfeier in Aulendorf.

Vorm Vereinsheim Uhlenhook: Johannes von Olfers (2. Vorsitzender Verein Capellengemeinde), Ministerin Ina Scharrenbach, Georg Ahlers (Sparkassenstiftung Billerbeck), Bernd Meinert (1. Vorsitzender Capellengemeinde), Karl-Heinz Thier (Sparkassenstiftung Billerbeck) und Bürgermeisterin Marion Dirks. Foto: Foto: Iris Bergmann

Nach der langen stillen Zeit der Pandemie, sprühte der Vorplatz vor der Kapelle und dem Vereinsheim „Uhlenhook“ vor Leben, sprangen Kinder aufgeregt umher, begrüßten sich alte und junge Aulendorfer und genossen das relativ ungezwungene Beisammensein.

Mit einem Gottesdienst unter einem großen Fallschirm vor der frisch renovierten Kapelle läutete Kapuzinerpater Ludger den großen Tag ein. Es galt neben den 275 Jahren Kapelle Aulendorf und dem 30-jährigen Bestehen des Capellenvereins auch die Schuldenfreiheit und den Abschluss der Baumaßnahmen am Vereinsheim „Uhlenhook“ und an der Kapelle selbst zu feiern.

Der Vorsitzende des Vereins der Capellengemeinde, Bernd Meinert, seit vielen Jahren im Vorstand tätig und eine der treibenden Kräfte, streifte in seiner Begrüßungsrede kurz die Geschichte der Aulendorfer Kapelle und des 1991 gegründeten Vereins, erinnerte an die Höhen und Tiefen, an Rückschläge, die immer wieder die Vereinskasse strapazierten. „Wir haben viele Hürden und Unwägbarkeiten überstanden“, ist er stolz. Aber: „Das Funktionieren der ländlichen Gemeinschaft liegt an den vielen Helfern“, bedankt er sich.

Bürgermeisterin Marion Dirks bekräftigte das in ihrer Rede. „Wer hierher zieht, zieht in eine Gemeinschaft“, bestätigt sie. „Und das haben die Aulendorfer vorbildlich gezeigt.“ In der Zeit der Pandemie, in der kaum etwas Gemeinschaftliches stattfinden konnte, sei die Zeit genutzt worden, um den Ort weiterzuentwickeln.

Ministerin Ina Scharrenbach war am gestrigen Sonntag nicht zum ersten Mal im kleinen Aulendorf. Im Jahr 2019 war es dem Vorsitzenden Bernd Meinert gelungen, die Ministerin in den Ort einzuladen. „Es war sehr deutlich, dass das hier für Sie Heimat ist“, erinnert sie sich. Und als die Anträge des Vereins für das Fördergeld zur Renovierung des Gotteshauses überpünktlich im Ministerium ankamen, hatte die Ministerin vor Augen, wofür die Summe aus dem Landesförderprogramm „Strukturentwicklung ländlicher Raum“ eingesetzt wurde. Die Sparkassenstiftung Billerbeck unterstütze das Vorhaben ebenfalls noch mit einer Spendensumme.

Zwei Jahre zuvor war schon die alte Kneipe „Uhlenhook“ zum Vereinsheim umfunktioniert worden. Dazu erhielt der Capellenverein Fördermittel aus dem Programm „Heimat-Zeugnis“ des Landes NRW. Ministerin Ina Scharrenbach ließ sich die Räumlichkeiten zeigen und war beeindruckt.

So wurde der Sonntag der große Tag der kleinen Capellengemeinde. Und das genossen die jungen und alten Aulendorfer und ihre Gäste bei Essen und Trinken vor ihrer Kapelle – gut geschützt unter einem großen Fallschirm.

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