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AFG ermöglicht sanften Übergang in Sekundarstufe II

Großteil der Neuzugänge stammt aus Billerbeck

Billerbeck/Havixbeck

Gerade noch haben sie ihren Zehner-Abschluss gefeiert, jetzt sitzen sie schon an Gruppentischen des Oberstufenzentrums der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) und blicken auf ihre Schullaufbahnbögen. Sind alle Richtlinien erfüllt? Ist dies auch wirklich eine Wahl, die den Neigungen und Fähigkeiten entspricht? Beratungslehrerin Alexandra Revering läuft zwischen den Tischgruppen hin- und her und beantwortet organisatorische wie auch formelle Fragen, die die Jugendlichen beschäftigen.

Insgesamt 77 Schülerinnen und Schüler haben den Sprung von der Mittel- in die Oberstufe geschafft, 14 der 16- und 17-Jährigen kommen ganz neu an die AFG. Foto: Foto: AFG

„Aus 10 mach 11“ ist der Titel der Veranstaltung, die an der AFG traditionell in der letzten Woche vor den Sommerferien stattfindet, um nach der 10. Klasse den Wechsel in die Oberstufe zu erleichtern – coronabedingt diesmal allerdings nicht mit der gesamten Stufe an drei Tagen, sondern in Gruppen zu rund 25 getrennt an jeweils nur einem Tag, wie es in einer Pressemitteilung der Schule heißt. „Das geht auf Kosten einer ersten gemeinsamen Stufenaktion“, sagt Beratungslehrer Oliver Wischerhoff, „lässt sich aber leider nicht ändern.“

Immerhin lernen die Jugendlichen im Laufe des Vormittags ihre Stammgruppe kennen. Deutsch, Englisch, Mathe und Sport wird im ersten Oberstufenjahr, der sogenannten EF, gemeinsam unterrichtet, um den Schülerinnen und Schülern, die auf einen festen Klassenverband verzichten müssen, eine, wie Wischerhoff erklärt, „neue Heimat“ in der Schule zu geben. In einer gemeinsamen Kunstaktion unter der Leitung von Lehrerin Mietje Mühlenkamp stellen sie sich in Selbstportraits mit Kreidestift dar und haben die Gelegenheit, etwas über sich zu erzählen. „Unser Ziel ist es, eine positive Grundstimmung zu schaffen“, so Wischerhoff, „denn nur wenn sich die Jugendlichen hier wohl fühlen, können sie auch gut lernen.“

Insgesamt 77 Schülerinnen und Schüler haben den Sprung von der Mittel- in die Oberstufe geschafft, 14 der 16- und 17-Jährigen kommen ganz neu an die AFG. Der Großteil der Neuzugänge stammt von der Geschwister-Eichenwald-Schule in Billerbeck – so viele wie noch nie. Wischerhoff freut sich über den großen Zuspruch: „Ich habe den Eindruck, dass sich hier ein neuer Trend abzeichnet. Viele Eltern in Billerbeck haben erkannt, dass sie ihre Kinder nicht unbedingt nach Coesfeld oder Münster aufs Gymnasium schicken müssen, um ihnen das Abitur zu ermöglichen.“ Für Schulleiter Dr. Torsten Habbel ist der positive Zuspruch auch ein Effekt der erfolgreichen pädagogischen Arbeit am Zweitstandort Billerbeck. „Fördern und Fordern auf fachlichem Gebiet wie auch ein gutes Sozialverhalten sind uns wichtig. Schließlich geht es nicht nur darum, Wissen zu vermitteln, sondern sozial kompetente Menschen ins Leben zu entlassen. Wir vergeben immerhin das Reifezeugnis!“

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