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Schulen ziehen nach einer Woche Fazit

„Gut im Distanzunterricht angekommen“

Billerbeck. Eine Woche Distanzunterricht ist rum. „Wir können ein sehr positives Fazit ziehen“, sagt Thomas Wischnewski, der die Leitung der Geschwister-Eichenwald-Gemeinschaftsschule innehat. „Technisch hat alles funktioniert.“ Alle Schüler seien problemlos über die Lernplattform „Teams“ mit Aufgaben versorgt worden und hätten diese erledigt und zurückgeschickt. Zudem hätten bereits viele Videokonferenzen stattgefunden. „Die Rückmeldungen sind alle sehr positiv“, so Wischnewski. Sowohl von Lehrern als auch von Schülern. Sechs Notebooks seien in dieser Woche noch an Schüler herausgegeben worden, die digitale Endgeräte noch benötigten. „So dass jetzt alle ausgestattet sein müssten“, berichtet der Schulleiter.

Stephanie Sieme

Die erste Woche mit Distanzunterricht ist rum. Die Schulen ziehen Bilanz. Foto: Archiv

Der Abschlussjahrgang würde sich über seine Abschlussarbeiten, die Ende Mai anstehen, ein bisschen sorgen. Ein Vorteil sei es, dass an der Schule bis auf eine Woche vor den Weihnachtsferien lange Präsenzunterricht habe stattfinden können „und so vom Inhalt her viel vermittelt werden konnte“, sagt Wischnewski. Und: „Die Rückmeldungen der Lehrer ist, dass alle fleißig ihre Aufgaben erledigen.“

Ein positives Fazit nach einer Woche Distanzunterricht zieht auch Beate Balzer, Leiterin der Ludgeri-Grundschule. Die Schüler seien gut ins digitale Lernen auf Distanz gestartet. Auch an der Grundschule wird mit „Teams“ gearbeitet. Technisch würde alles gut funktionieren. „Wir haben Glück mit der Ausstattung und mit der Lernplattform“, sagt Beate Balzer. Auch die Rückmeldungen von Eltern, Schülern und Kollegen seien durchweg positiv. „Die Kinder nehmen begeistert an den Videochats teil“, berichtet die Schulleiterin. Auch die Notbetreuung klappe gut. Die Kinder verfolgen auch Videokonferenzen mit ihrer Klassenlehrerin und Klassenkameraden. In der Hochzeit seien 70 Kinder in der Notbetreuung. Das zeige: „Der Bedarf ist da“, so die Schulleiterin. Weil die Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten würden, alleinerziehend seien oder die Großeltern nicht belasten wollten. Der Großteil der Lehrkräfte übernimmt den Distanzunterricht, der Rest sowie die Lehramtsanwärter, die Sozialpädagogen sowie Mitarbeiter der Offenen Ganztagsschule (OGS) kümmern sich um die Notbetreuung. Die OGS übernehme die Notbetreuung zudem ab 11.40 Uhr dann komplett.

Gut angenommen würden auch die Hol- und Bring-Stationen für Lernmaterial in den Eingangsbereichen der beiden Grundschulgebäude. Auch extra Fördermöglichkeiten würden für Schüler angeboten, die sich beispielsweise mit dem Lesen schwer tun würden. „Ich ziehe den Hut vor meinen Kollegen im Distanzunterricht“, so Beate Balzer.

Die Anne-Frank-Gesamtschule ist zwei Tage später, am Mittwoch, mit dem Distanzlernen gestartet. Ganz bewusst. „Vergangenen Samstag meldeten sich KollegInnen bei mir, da es ihnen kaum möglich war, über IServ den Onlineunterricht vorzubereiten. Deshalb habe ich den geplanten Unterrichtsbeginn von Montag auf Mittwoch verschoben und gemeinsam mit der Schulträgerin, deren IT-Experten, einem Fachunternehmen von außen und den Fachkollegen meiner Schule am Montag überlegt, wie wir einen guten Start des Distanzunterrichts für alle ermöglichen“, so Dr. Torsten Habbel. „Denn als Schulleiter ist es mir wichtig, möglichst alle meiner 1100 SchülerInnen und meine 100 KollegInnen mit in diese Phase des Online-Lernens mitzunehmen und einen enttäuschenden Start zu vermeiden. Denn wenn der Start gelingt, wird es auch gut weitergehen.“ Diese Vorsicht habe sich bestätigt, da IServ am Montag landesweit deutliche Probleme hatte. Hardwareprobleme in der Schule seien hinzugekommen.

„Am Montag haben wir den Fehler in der Schule gefunden und IServ hat ebenfalls nachgesteuert“, so Habbel. „Am Dienstag haben meine KollegInnen den Onlineunterricht vorbereiten können und für die Schüler viele Daten in IServ eingestellt. Am Mittwoch haben die SchülerInnen darauf zugreifen können und seitdem läuft der Unterricht in der Distanz reibungslos.“ Es gebe gute Rückmeldungen von Schülern und Kollegen. Habbel: „Vor diesem Hintergrund sind wir gut im Distanzunterricht angekommen, wir sind den großen Herausforderungen in Zeiten der Pandemie gewachsen, wie der Praxistest beweist.“

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