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Bezirksregierung unterstützt Argumente aus Billerbeck und Havixbeck und sieht Standort Roxel als Gefahr

Gute Nachrichten für die Gesamtschule

Billerbeck

Die gute Nachricht für Billerbeck zum Thema Schule kommt ausgerechnet mitten in den Ferien: Familien dürfen zunächst mal davon ausgehen, dass vor Ort ein weiterführendes Schulangebot erhalten bleibt. Am Montagnachmittag hat Regierungspräsidentin Dorothee Feller mitgeteilt, dass die Bezirksregierung sehr wohl eine Gefahr für den Bestand der Gesamtschule Havixbeck und ihres Teilstandorts Billerbeck sieht, wenn die Stadt Münster in Roxel eine weitere Gesamtschule errichten würde. Sie könne Schüler aus den Umlandkommunen abziehen. Ein Verstoß gegen das Rücksichtnahmegebot des Schulgesetzes sei möglich.

Von Ulrike Deusch

Regierungspräsidentin Dorothee Feller (l.) – hier mit Bürgermeisterin Marion Dirks – hat vergangene Woche im Rahmen ihrer „Tour d’Horizon“ Billerbeck besucht und war im Schulzentrum. Foto: Foto: Ulla Wolanewitz

Indirekt rät Feller der Stadt Münster, die die Vorabprüfung durch die Bezirksregierung initiiert hatte, einen anderen Standort für eine dritte städtische Gesamtschule zu suchen, der „auch den Interessen der kleineren Kommunen am Fortbestand ihrer einzigen weiterführenden Schule vor Ort und somit dem Erhalt eines wichtigen Qualitätsmerkmals für ihre Gemeinden“ gerecht wird.

„Wir sind erleichtert und freuen uns, dass sich die Bezirksregierung unserer Argumentation angeschlossen hat“, so Hubertus Messing, Allgemeiner Vertreter der Stadt Billerbeck, in einer ersten Reaktion. Auch Marco Lennertz, stellvertretender Vorsitzender der Schulpflegschaft, fällt ein Stein vom Herzen: „Wir freuen uns riesig über die Entscheidung vor allem für den Teilstandort in Billerbeck. Wir sind mehr als dankbar und erleichtert.“ Er richtet den Blick aber auch auf die Eltern in Münster: „Wir hoffen, dass die Stadt schnellstmöglich einen alternativen Standort für eine weitere Gesamtschule findet.“

Messing nennt das Ergebnis der Vorabprüfung „ein wichtiges Signal der Bezirksregierung, dass die AFG Havixbeck-Billerbeck ein unerlässliches und langfristig gutes Bildungsangebot in der Region bleibt.“ Somit könne man sich zunächst wieder darauf konzentrieren, den Schulstandort Havixbeck-Billerbeck weiter zu stärken. Zugleich bedankt er sich bei allen im Rat der Stadt vertretenden Parteien sowie den engagierten Elternvertretern, die mit Unterschriftensammlungen die große Unterstützung aus der Bürgerschaft dokumentiert hätten. Ausdrücklich dankt er dem Fachbüro biregio aus Bonn, das die Prognosen zur Schülerzahlenentwicklung erarbeitet hatte. Diese Berechnungen – dass bei einer Gesamtschule in Roxel die Zahl der einpendelnden Kinder zur Gesamtschule Havixbeck aus dem Umland um 75 bis 80 Prozent zurückgehen würde – überzeugten die Bezirksregierung eher als das von der Stadt Münster in Auftrag gegebene Gutachten

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