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Bauarbeiten im Freibad haben begonnen und sollen zum Saisonstart abgeschlossen sein

Im neuen Becken schwimmen lernen

Billerbeck

Ein nasskalter Novembermorgen im Freibad. Dass hier bald Kinder in Badekleidung herumtollen, sich erfrischen und schwimmen lernen wollen, ist gerade schwer vorstellbar. Aber genau das versprechen Jürgen Erfmann (Stadt) und Norbert Suchanek, Vorsitzender des Fördervereins Freibad, beim Ortstermin am Ende des weitläufigen Areals. Hier, gleich neben dem Babybecken, soll bis zum nächsten Sommer ein kleines Nichtschwimmerbecken für die etwas Größeren entstehen, die hier beste Bedingungen bekommen, um sich ans Wasser zu gewöhnen und das Schwimmen zu lernen.

Von Ulrike Deusch

Auf der Baustelle: (v.l.) Norbert Suchanek (Vorsitzender des Fördervereins Freibad), Jürgen Erfmann (Stadt) und Maximilian Filoda (M2Bau GmbH Billerbeck). Dahinter hat der Bagger schon begonnen, Erde fürs neue Becken auszuheben. Foto: Foto: ude

Zwar sei in dem vorhandenen „großen tollen Becken“ ein Bereich für Nichtschwimmer per Seil abgetrennt, aber trotzdem seien die Bedingungen für Jungen und Mädchen ab etwa vier Jahre bis zum Grundschulalter, die sich mit Wasser vertraut machen und schwimmen lernen wollen, nicht optimal, sagt Norbert Suchanek. 90 Zentimeter Tiefe misst der Nichtschwimmerbereich mindestens. „Das ist für die Schwimmausbildung zu tief, denn die Kinder brauchen Stehsicherheit“, weiß Suchanek, der selbst auch Ausbilder ist. Er und seine Kollegen freuen sich, dass im neuen Becken mit 40 bis 60 Zentimetern eine deutlich geringere Tiefe bessere Voraussetzungen bietet. Auch die Breite des Nichtschwimmer-/Schwimmerbeckens sei mit 16 Metern problematisch. „Im großen Becken ist es schwierig zu kommunizieren“, so Suchanek.

Die Chance, um das künftige Nichtschwimmerbecken herumgehen zu können, wertet er als Pluspunkt für die Ausbildung – und für die Aufsicht. „Wir freuen uns, dass wir hier perfekte Bedingungen fürs Anfängerschwimmen bekommen.“ Und natürlich sorge das neue Becken auch für eine Entzerrung im bestehenden Nichtschwimmerbereich.

Zwischen dem neuen Becken und dem benachbarten Babybereich wird eine kleine Rutsche entstehen, kündigt Jürgen Erfmann an und hat weitere Infos parat. Fünf mal sechs Meter wird das Bassin messen „und baugleich zum Nachbarbecken in Edelstahl ausgeführt.“ Schon steht der Bagger bereit, die Firma M2 Bau GmbH aus Billerbeck ist für die Rohbauarbeiten zuständig. „Die Ausführung erfolgt durch das gleiche Unternehmen, mit dem wir bereits bei der Freibadsanierung kooperiert haben“, so Erfmann.

Gleich neben dem neuen Becken muss noch ein neuer Schwallwasserbehälter gebaut werden, erläutert Erfmann. Hier wird das Wasser, das durch die Bewegung der kleinen Schwimmer überschwappt, gesammelt, gefiltert und zurück gepumpt – unterirdisch.

Ausgiebig haben die Politiker über die Finanzierung zur weiteren Verbesserung des beliebten Freibads diskutiert und schließlich grünes Licht gegeben. Zwar bekommt die Stadt 199 000 Euro vom Land aus dem Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten. Da sich aber auf der Zielgeraden noch eine deutliche Erhöhung der Kosten – auch infolge von Corona – ergeben hat, muss aus dem städtischen Haushalt draufgezahlt werden. Auch der Förderverein bringt sich mit einer Summe ein. Zu den genauen Zahlen machten Stadt und Förderverein keine Angaben.

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