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Helen Langehanenberg und Bernd Freitag sind „Sportler des Jahres“ / Buntes Rahmenprogramm in der Lawi

„Jeder Erfolg hat seine Geschichte“

Billerbeck. „Jeder Erfolg hat seine Geschichte. Manchmal wird sie sogar zum Märchen“, schwärmte Weltklasse-Dressurreiterin Helen Langehanenberg von der unumgänglichen Harmonie zwischen Mensch und Tier. Im Münsterland zu Hause und wohnhaft auf der Beerlage hat die Silbermedaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen in London „die Herzen der Billerbecker erobert“, freute sich Bürgermeisterin Marion Dirks. Auch wenn Helen Langehanenberg fortan mit ihrem erfolgreichen Hengst Damon Hill keine Turniere mehr bestreiten kann, so gab sie sich zuversichtlich: „Das nächste Pferd steht schon im Stall.“ Die Reiterin wurde im Rahmen der Sportlerehrung, die in der Alten Landwirtschaftsschule stattfand, zur Sportlerin des Jahres 2014 gekürt. Zwischen den vielen Preisen und Top-Platzierungen bei der Weltmeisterschaft gehe dieser Preis gewiss nicht unter, versicherte die Neu-Billerbeckerin: „Die Ehrung ist für mich eine besondere Auszeichnung schon im ersten vollen Jahr als Billerbeckerin.“

Lukas Splitthoff

Als aktiver Fußballer, Leichtathlet und Nachwuchstrainer aus dem örtlichen Sport nicht mehr wegzudenken, zeichnete Marion Dirks das Urgestein Bernd Freitag für sein Lebenswerk aus und kürte den Billerbecker zum Sportler des Jahres 2014. Seine vorbildliche und unermüdliche Vereinsarbeit, aber auch seine sportlichen Erfolge bereicherten den so integrativen Sport. „Es ist herrlich, immer etwas Neues zu erreichen“, motivierte der „Sportler des Jahres 2014“, noch sichtlich vom Moment gefasst, die zahlreichen Gäste in der Lawi auch einmal selbst die Sportabzeichenprüfung abzulegen.

135 Sportler aus Billerbeck wurden im Rahmen der traditionellen Sportlerehrung geehrt. Auf Vorschlag der Sportabteilungen und nach Bestätigung durch den Schul- und Sportausschuss überreichten Moderatorin Eva Voß und Jürgen Maas (Stadt) Urkunden und kleine Präsente, gestiftet von der Sparkassenstiftung und dem Schuhhaus Kentrup, an die 135 Ausgezeichneten. „Das anstrengende Training und der enorme Aufwand für die Wettkämpfe haben sich gelohnt“, so Bürgermeisterin Marion Dirks.

Mit großen und kleinen Bällen, im Wimbledon-Dress bereit für das nächste Spiel, jonglierten und amüsierten die beiden Künstler von „StandART“ bei der Sportlerehrung die Zuschauer. Körperbeherrschung und Konzentration, die Pflichten eines guten Sportlers, präsentierten sie bei beeindruckender Akrobatik, der Comedyjonglage, Hochrad-Artistik und Lichtshow. Ohne das Publikum zu verschonen, forderten sie es zur geschickten Fingergymnastik heraus, ehe sie ihren Auftritt in der virtuosen Tennisspielerparodie kürten – eine geradezu gelungene Überleitung zur Ehrung nicht nur der vielen und erfolgreichen Rückschlagspieler. „Der Tennissport boomt“, stellte Eva Voß fest. Der stetige Zuwachs an Spielern machte im vergangenen Jahr einen siebten Ascheplatz notwendig und auch eine Hallenerweiterung ist für diesen Sommer geplant. Die hervorragenden Leistungen und die gute Jugendarbeit sind dabei auch beim Tischtennis weiterhin ungebrochen.

Nach und nach luden Voß und Maas die Sportler einzeln vor die Bühne und ehrten so auch die herausragenden Läuferinnen der LG Coesfeld Nora Heimann und Anika Fels für ihren sportlichen Ehrgeiz, den sie sich selbst schon mit einigen Siegen belohnten. Mit dem Gewinn der Deutschen- und Europameisterschaft gelang Jana-Lena Ricker eine kleine Premiere in der Geschichte der Sportlerehrungen mit der noch nie vertretenen Sportart des Seifenkistenrennens.

Mit flotten Tastenschlägen auf dem E-Piano und einem Duett zu bekanntem Swing und Pop rahmte die Band „Tribute“ aus Dülmen den Programm-Mix für die vielen neuen und einigen alten Gesichter der Ehrung.

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