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DJK-VfL und Feuerwehr kooperieren für Sportangebot

Kameraden trainieren Fitness für Einsätze

Billerbeck

„Und noch zehn, neun, acht...“ – die Stimme von Übungsleiterin Simone Kratz übertönt die laute Musik in der Turnhalle. Vor ihr, auf den blauen Trainingsmatten, schwitzen ein knappes Dutzend Männer und Frauen vor Anstrengung. Die Übungen, bei denen hauptsächlich das eigene Körpergewicht als Trainingsgerät dient, sind fordernd und wirkungsvoll. Wer da auf den Matten so eifrig mitmacht, das sind allesamt Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Billerbeck und sie tun das, um für ihre meist sehr anstrengenden Einsätze körperlich fit zu bleiben.

Von Iris Bergmann

Auch wenn Übungsleiterin Simone Kratz (hinten links) die Feuerwehrmänner und -frauen mit dem „Bootcamp“ ganz schön ins Schwitzen bringt, der Spaß am gemeinsamen Sport geht dabei nicht verloren. Foto: Foto: Iris Bergmann

Jeden Mittwochabend ist die Don-Bosco-Turnhalle eine Stunde lang für die Billerbecker Feuerwehr reserviert. Dann können deren Mitglieder etwas für ihre Fitness tun. „Die Idee stammt noch aus Pandemiezeiten, als wenig Sport ging“, berichtet Florian Heuermann, Pressesprecher der Feuerwehr. Der Wunsch sei aus der Mannschaft gekommen. So wurde die Idee geboren, eine Kooperation mit dem Sportverein DJK-VfL einzugehen. „Und die Stadt unterstützt uns da auch finanziell“, weiß Heuermann.

Mit Carolin Aßheuer und Simone Kratz fanden sich zwei versierte Übungsleiterinnen, die mit den Feuerwehrleuten einmal die Woche Kraftausdauer trainieren. Mit Schulbeginn nach den Sommerferien startete auch der Trainingsabend. Abwechselnd gibt es Spinning oder ein sogenanntes „Bootcamp“, bei dem entweder Körperkraftübungen oder Zirkeltraining durchgeführt werden. „Die Trainingsbeteiligung ist durchweg wirklich gut“, freut sich Übungsleiterin Simone Kratz. Vor allem aber ist sie begeistert über die deutlichen Fortschritte in der Fitness ihrer Schützlinge. „Also letzte Woche konnte ich auf den Spinningrädern schon ein echt anspruchsvolles Programm fahren, das hätten sie am Anfang nicht geschafft“, lobt sie die Truppe.

Unterbrandmeisterin Jessica Meiners bestätigt das: „Also ich fühle mich echt schon fitter“. Das ist ja auch ein wesentlicher Punkt für die Feuerwehrmänner und -frauen. Nicht nur, dass sie im Ernstfall bei schweren Einsätzen eine 20-Kilo-Ausrüstung tragen müssen, sie brauchen auch regelmäßig eine arbeitsmedizinische Untersuchung. „Den Nachweis, der körperlichen und psychischen Fitness müssen sie alle drei Jahre bringen“, erklärt Pressesprecher Heuermann. Es geht unter anderem auch um die Tauglichkeit für die Atemschutzmaske, die gegeben sein muss, um Einsätze zu fahren.

Das Sportangebot der Kooperation Feuerwehr-Sportverein kam für die Kameraden und Kameradinnen jedenfalls genau richtig, denn nicht jeder hat die Möglichkeit, ein Fitness-Studio aufzusuchen. Außerdem macht Schwitzen in der Gemeinschaft sowieso viel mehr Spaß und motiviert den einen oder anderen, sich doch noch etwas mehr anzustrengen. „Nur noch fünf, vier, drei...“ – ruft Simone Kratz laut in die Runde. Gleich haben sie es geschafft, die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Billerbeck und können sich ausruhen. Aber nur 30 Sekunden, dann kommt die nächste Übung.

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