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Firma Ziel testet die mikrobiologische Wirkung ihrer Raumlüfter in der DRK-Kita Oberlau

Kinderatem bringt den Beweis: Weniger Keime

Billerbeck

Christoph Schlütermann hat eine Maxime: „An allererster Stelle stehen die Kinder“, sagt der Vorsitzende des DRK-Kreisverbands, warum alle DRK-Kitas mit Luftfiltern – durchaus verschiedener Anbieter – ausgestattet sind. Rund eine halbe Million Euro hat das DRK dafür in die Hand genommen. „Mit einer Kombination aus Lüftungskonzept und Raumlüftern schützen wir Kinder und Mitarbeiter am besten vor Corona und anderen Viren“, ist Schlütermann überzeugt.

Von Ulrike Deusch

Dr. Holger Kranenburg (r.) hat die Untersuchungen in der Kita Oberlau durchgeführt. Für Leiterin Nina Baringhorst und die Kinder – hier (v.l.) Charlotte, Lea und Karl – gehörten seine Besuche zum Alltag. Foto: Foto: ude

Erkenntnisreich war in diesem Zusammenhang eine Studie, die das Billerbecker Unternehmen Franz Ziel, das Luftreiniger entwickelt und vermarktet, im Auftrag des DRK durchgeführt hat: in der Kita Oberlau. „Bei unseren Messungen ging es uns nicht darum, die Leistung der Filter in Bezug auf Partikel zu überprüfen. Solche Untersuchungen gab es schon “, erläutert der Biologe Dr. Holger Kranenburg von der Firma Ziel. „Wir haben die Anfrage des DRK genutzt, um erstmals mikrobielle Proben durchzuführen und zu prüfen, inwieweit im Kindergartenbetrieb durch unsere Geräte die Keimbelastung in der Raumluft gesenkt werden kann“, so Kranenburg.

In Gruppenräumen, Nebenräumen und in der Turnhalle wurden mobile Luftfilter aufgestellt. Vor allem die Turnhalle erwies sich im Lauf der Untersuchung als gut geeignet, um Proben zu gewinnen, die Kranenburg anschließend im Labor untersuchte. Eindeutiges Ergebnis: Die Raumluftreiniger mit der so genannten HEPA-Filtertechnologie, die das Billerbecker Unternehmen baut, reduzieren im Kita-Betrieb nicht nur die Partikelzahl in der Raumluft, sondern nachweislich auch die Keimbelastung. „Erstmals wurde damit diese Hypothese auch durch Zahlen belegt“, sagt Kranenburg.

Dass sie wichtige Partner in einer mikrobiologischen Untersuchungsreihe sind, haben die Jungen und Mädchen hautnah erlebt. Nach ein paar Tagen, war Dr. Holger Kranenburg für die kleinen schon ein Bekannter. „Wir habe den Kindern erklärt, warum wir jeden Tag diesen besonderen Besuch kommen und was es mit den eingesetzten Petrischalen auf sich hat“, berichtet Kita-Leiterin Nina Baringhorst. „Wir waren gern bereit, die Messreihe hier durchführen zu lassen.“ Mit insgesamt neun mobilen Luftreinigern der Firma Ziel ist die Kita jetzt ausgerüstet. „Eine gute Ergänzung zu dem Lüftungskonzept mit Stoßlüften, das wir hier im Haus umsetzen“, so Baringhorst.

Für Schlütermann ist das Ergebnis der Studie die Bestätigung, dass es richtig war, eine halbe Million Euro in Luftreiniger zu investieren. Langfristig sieht er die Perspektive, Kindertageseinrichtungen schon beim Neubau standardmäßig mit Lüftungsanlagen auszustatten – auch jenseits der Coronapandemie sollen Keime ausgebremst werden und Allergiker besser durchatmen können. „Die neue Kita im Buschenkamp wird die erste in DRK-Trägerschaft sein, in der direkt eine Lüftungsanlage installiert wird“, berichtet Schlütermann. Hier sorgt der Investor für den Einbau. 350 000 Euro würden dafür investiert, so Schlütermann. Aber es gebe Fördermittel in Höhe von 80 Prozent. „Wir wollen in unseren Einrichtungen das höchste Maß an Sicherheit.“

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