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Zigarettenstummel gehören in den Restmüll

Kippen umweltgerecht entsorgen

Billerbeck

Auf öffentlichen Straßen und Plätzen, aber auch an Wanderwegen und in Vorgärten findet man sie immer wieder: Von Rauchern achtlos weggeworfene Zigarettenkippen. Eine Umweltverschmutzung, gleichzusetzen mit wilden Müllkippen und dem Abstellen von Glasflaschen und Elektroschrott vor den Sammelcontainern, wie die Stadt Billerbeck in einer Pressemitteilung schreibt.

Zigarettenkippen sollen nicht einfach auf den Boden geworfen werden, sie gehören laut Stadtverwaltung in den Restmüll. Foto: Foto: Pixabay

Weggeschnippte Kippen seien laut Stadt Billerbeck weltweit das häufigste Abfallprodukt und ein riesiges toxisches Sondermüllproblem. In den Zigarettenstummeln befinden sich unter anderem Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd, Benzol und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und natürlich Nikotin, wie die Stadtverwaltung informiert. Durch das Auswaschen der Filter durch Regen würden die Gifte letztendlich in Gewässer landen und das Ökosystem stören. So könne eine Kippe zwischen 40 bis 60 Liter sauberes Grundwasser verunreinigen, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt. Auch der Filter an sich enthält Kunststoff-Celluloseacetat und zersetzt sich erst nach Jahrzehnten.

Und dabei ist die Entsorgung von Zigarettenkippen laut Stadtverwaltung so einfach: Diese gehören in den Restmüll. Überall in der Öffentlichkeit befinden sich Straßenabfallkörbe, zum Teil bereits mit zusätzlichen Aschenbechern ausgestattet. Und ist mal gerade kein Mülleimer in der Nähe, gibt es praktische Taschenaschenbecher. Natürlich dürfen auch die Umweltsünder auf ihr Vergehen direkt angesprochen werden, so die Stadtverwaltung. Hier hat der Gesetzgeber auch festgelegt, dass es sich beim achtlosen Wegwerfen von Kippen um eine Ordnungswidrigkeit handelt. Wer erwischt wird, zahlt 25 Euro Bußgeld; Wiederholungstäter noch mehr. Dazu zählt auch das Wegschnippen von Kippen aus dem Auto heraus. Die Stadt appelliert an die Raucherinnen und Raucher, ihre Zigarettenkippen in die vorgesehenen Restmüllgefäße zu entsorgen und die Umwelt sauber zu halten.

Die Zigarettenkippen-Problematik hatte die SPD-Fraktion mit einem Antrag auf den politischen Tisch gebracht und darin gefordert, dass in Billerbeck eine entsprechende Kampagne in die Wege geleitet wird und sich die Stadt dem Verein „Tobacycle“, der ein Sammelsystem betreibt, anschließt. Nach einem Ratsbeschluss soll das Zigarettenproblem mit weiteren Kommunen des Kreises Coesfeld besprochen werden. Dazu soll Bürgermeisterin Marion Dirks Gespräche mit ihren Bürgermeister-Kollegen führen und auch für eine mögliche Kampagne Kontakt mit den Wirtschaftsbetrieben des Kreises Coesfeld aufnehmen.

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