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Für Dokumentation „Kein Brot ohne Spiele“ spenden

„Kultur und Kunst sind für die Seele“

Billerbeck

Der neueste Dokumentarfilm von Susanna Wüstneck steht kurz vor der Fertigstellung. Er trägt den bezeichnenden Titel „Kein Brot ohne Spiele“, der einen sicheren Hinweis darauf gibt, worum es sich handelt. Bereits in 2020 hat die Filmemacherin zusammen mit ihrem Partner Günther Leifeld-Strikkeling – beide selbst aktive Kreativschaffende – etwa 100 Stunden Filmmaterial zusammengetragen. In diesem 90-minütigen Dokumentarfilm schildern Künstlerinnen und Künstler wie sich ihre Arbeit in Pandemiezeiten gestaltet und wie es gelingt, zu überleben.

Von Ulla Wolanewitz

Corona macht kreativ. Für den Film „Kein Brot ohne Spiele“ kreierten Susanna Wüstneck und Günther Leifeld-Strikkeling ein Handpuppen-Ensemble nach dem Vorbild ihrer „Tree Mountain Stringband“, die auch amüsante Szenen für das Filmprojekt lieferten. Zu sehen sind (oben, v.l.) Mario Hartmann, Markus Spielbrink, (unten, v.l.) Günther Leifeld-Strikkeling und Susanna Wüstneck. Foto: Fotos: Johanna Schindler

Das eingespielte Team interviewte Solo-Selbstständige im Münsterland, an der Ostsee, in Berlin und Oberbayern. Sie fingen O-Töne und beeindruckende Szenen von Schauspielern, Musikern, Bühnentechnikern, Kinobetreibern, Puppenspielern und einigen Beteiligten des Weltmusikfestivals in Rudolstadt ein. Zudem entwickelte das Kreativ-Duo aus den Baumbergen ein originelles Handpuppen-Ensemble nach dem Vorbild des Quartetts der „Tree Mountain Stringband“, um mit ihm ebenfalls interessante Szenen einzuspielen.

Im Normalfall beginnt die Recherche für ein Filmprojekt vor den Dreharbeiten. Diese Vorgehensweise ließ Corona allerdings nicht zu. Um die Filmerzählung mit ihren Geschichten so authentisch und der Phase dieser Krise entsprechend aktuell erzählen zu können, mussten sie schnell reagieren. Also ohne Wartezeit auf eine gesicherte Finanzierung des Projektes. Glücklicherweise konnte auch hier die Editorin Stefanie Trambow wieder mit ins Boot geholt werden. Mit ihr zusammen wurde am Schneidetisch die spannende Dramaturgie entwickelt. „Sie ist trotz geringem Honorar mit Leidenschaft und Enthusiasmus dabei“, betont Susanna Wüstneck. Mit ihr zusammen realisierte sie schon den „Keinheimatfilm“, für den sie den „Integrationspreis des Internationalen Filmfestivals der Insel Norderney“ erhielt.

Über eine Crowdfunding-Kampagne konnte im vergangenen Jahr schon ein Teil des Budgets zusammengetragen werden, das die Umsetzung von „Kein Brot ohne Spiele“ förderte. Auch stellten fast alle beteiligten Musiker und Komponisten ihre Beiträge kostenfrei zur Verfügung. Ein Musikverlag verlangt nun allerdings für die Verwendung eines gecoverten Titels mindestens 2500 Euro. Das ist eine große Summe für einen Low-Budget-Film. Doch es gibt bei Susanna Wüstneck immer auch einen Plan B. Gemeinsam mit den Protagonisten ein eigenes Musikstück zu produzieren, wäre eine gute Lösung. Doch auch diese Arbeit sollte nicht unentgeltlich geschehen. Deshalb braucht es noch einmal Spender, die dieses Projekt unterstützen, damit es zu einem guten Ende kommen kann.

„Kultur und Kunst sind für die Seele und damit für alles gut“, macht Susanna Wüstneck deutlich. Als sie im Frühjahr 2020 mit ihren Dreharbeiten startete, hätte sie niemals gedacht, dass sich die Corona-Ära so in die Länge zieht. „Umso wichtiger ist dieser Film“, sagt sie. „Kulturelle Veranstaltungen bringen die Menschen zusammen, zum Austausch, zum gemeinsamen Gestalten, zum Genießen, zum Entspannen. Wenn das über längere Zeit nicht machbar ist, schlägt sich das leider auch negativ in der Stimmung der Gesellschaft nieder.“

7 Weitere Informationen zur Crowdfunding-Aktion und zum Film „Kein Brot ohne Spiele“ gibt es online: https://www.betterplace.me/kein-brot-ohne-spiele https://express.adobe.com/page/KZurs3PO0KmAv/https://www.facebook.com/Kein-Brot-ohne-Spiele-101964008413502 www.lalieproduktion.de

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