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Zehn Vorstellungen von „Hopphei op’n Heidhoff“ im August und September vorgesehen

Kummellgen holen Premiere nach

Billerbeck

Die Vorfreude ist groß. Alle wollen wieder auf die Bühne, sie wollen vor Publikum auftreten. Die Kummellgenspieler haben nach über einem Jahr coronabedingter Zwangspause die Proben wieder aufgenommen. „Die Stimmung bei den Proben ist super. Ich bin erstaunt, wie viel noch von den Dingen, die wir letztes Jahr angelegt haben, noch da sind. Beim Text ist noch Luft nach oben, aber wir haben ja auch noch etwas Zeit“, sagt Stephan Schumacher, der bei der engagierten Truppe fürs Plattdeutsche Theater zum ersten Mal Regie führt. Ende August wird es so weit sein, dann feiert die Komödie mit dem Titel „Hopphei op’n Heidhoff“ die lang ersehnte Premiere.

Von Stephanie Sieme

Die Kummellgenspieler proben wieder. Seit 1991 bringt die Spielschar des Landwirtschaftlichen Ortsvereins, der Landfrauen und der Landjugend erfolgreich plattdeutsche Theaterstücke auf die Bühne. Foto: Foto: privat

Die sollte eigentlich schon im April des vergangenen Jahres stattfinden, 14 Tage vorher kam jedoch der erste Lockdown. Im August und September werden die Aufführungen nun nachgeholt. Die Premiere ist am 28. August (Freitag) vorgesehen. Neun weitere Vorstellungen wird es geben – alle finden in der Altenbegegnung des Ludgerus-Stifts statt.

„Hopphei op’n Heidhoff“, ist ein plattdeutsches Theaterstück von Derek Benfield, dessen Uraufführung 1990 beim bekannten Hamburger Ohnsorg Theater stattfand. Das Stück handelt von einem idyllisches Landhaus, in dem ein gewisses Etablissement eingerichtet worden ist. Polizeipräsident Petersen und seine Schwester wollen dem Landhaus, das ihrem verstorbenen Bruder gehörte, einen Besuch abstatten und das Erbe antreten. Sie ahnen allerdings nicht, dass sich dort dieses Etablissement befindet. Irrungen und Wirrungen sind also vorprogrammiert. „Es ist eine typische Verwechslungskomödie“, sagt Schumacher. Was das Besondere an diesem Stück ist? „Jedes Stück ist irgendwie besonders. Bei diesem Stück ist es das Ende und die unterschiedlichen Charaktere der einzelnen Figuren, die teilweise sprunghaft wechseln“, beschreibt er. Die ursprünglich geplante Besetzung hat sich allerdings ein wenig geändert. Umbesetzungen mussten vorgenommen werden, weil nicht alle Darsteller mit von der Partie sein können, wie Schumacher berichtet. „Glücklich bin ich darüber, wie gut die ‘Neuen’ sich in ihre Rollen finden und wie kollegial die andern sie mitnehmen“, betont der Regisseur.

Übrigens: Die Kummellgenspieler bestehen seit exakt 30 Jahren. Seit 1991 bringt die als Spielschar des Landwirtschaftlichen Ortsvereins, der Landfrauen und der Landjugend gegründete Truppe plattdeutsche Theaterstücke auf die Bühne – seit 2003 als „Billerbecker Kummellgenspieler“, was im Hochdeutschen so viel bedeutet wie Billerbecker Komödienspieler.

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