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Plattdeutsche Komödie „Hopphei op’n Heidhoff“ feiert kommenden Freitag Premiere

Lustiger Dreiakter mit Verwirrspiel

Billerbeck

Eines ist felsenfest sicher: Die große Gaudi beginnt nicht erst auf der Bühne. Für die Kummellgenspieler selbst, die am kommenden Freitag mit der Komödie „Hopphei op’n Heidhoff“ Premiere feiern, startet der Spaß garantiert schon hinter der Kulisse, in der Garderobe. Apropos Robe: Was das anbelangt, hat die Crew sich im wahrsten Sinne des Wortes mal wieder richtig ins Zeug gelegt. Wobei die schöne Dora (H. Haverkock) schon den Vogel abschießt, bevor sich der erste Vorhang öffnet. Die Frisur, der Lippenstift, der Pelzkragen am figurbetonten Kleid, die Pumps in Größe 47 und die waffenscheinpflichtigen Fingernägel sind zweifelsfrei der Hit. Die Anregung aus der Truppe „So müsstest du mal durch die Stadt laufen“ amüsiert alle und sorgt schon vor Spielbeginn für eine humorbetonte Atmosphäre.

Von Ulla Wolanewitz

Polizeipräsident Petersen und seine moralinsaure Schwester wollen das Hoferbe ihres Bruders antreten. Foto: Foto: ul

Nicht weniger spaßig präsentiert sich Rudi Rembrink, der in seiner Doppelrolle der Zwillingsbrüder Petersen auch den Yogi mit Klangschale und Kaftan geben muss. Im Schneidersitz auf dem Sofa mit Klangschale, versteht sich. Wobei seine voluminöse Kleidung den Eindruck erweckt, er habe sich der schweren Stores im Nachbarraum bedient. Mit Ledergerte und schwarzen Lackmantel ausgerüstet gibt Anne Brinkhaus als Steffie vorweg schon mal eine Idee davon, worum es sich bei dieser Inszenierung dreht.

Der Dreiakter „Hopphei op’n Heidhoff“, der am Freitag (27. August, 19.30 Uhr) seine Premiere feiert, ist ein „Verwirrspiel und nicht wie so häufig eine Verwechslungskomödie“, erklärt Spielleiter Stephan Schumacher. Und schon ist’s erstmal vorbei mit lustig und „auf geht’s. Erster Akt. Konzentration. Das Spiel beginnt.“

Dass ein Erbe nicht nur Segen sein kann, erfahren Polizeipräsident Petersen und seine moralinsaure Schwester, als sie gemeinsam in die Provinz reisen, um das Erbe ihres Bruders anzutreten. Allerdings hat sich die einstmals idyllische Bauernhofpension in Zwischenzeit in einen Edelpuff verwandelt. Um das zu realisieren, benötigen die Gäste jedoch geraume Zeit. Polizeipräsident Petersen amüsiert sich dabei nicht schlecht „an de drolligen Vüegel“. Dabei braucht er mehr als einen Augenschlag, um klar zu kriegen, was in diesem Taubenschlag vor sich geht. „De sööten Diärns sint för de harte Landarbeid nich richtig antrocken“, grübelt er.

Die derzeitige Verwalterin des Hofes hat unterdessen alle Hände voll zu tun und gibt alles, um die hübschen, wenngleich leichtbekleideten „Mägde“ und die gelegentlich auftauchenden Herren vor den beiden Erben zu rechtfertigen. Beste Unterhaltung garantiert die engagierte Schauspieler-Crew von „Hopphei op’n Heidhoff“.

In der Vorfreude auf die Premiere und weitere neun Vorstellungen ist schnell vergessen, dass dieser Schwank bereits für April 2020 geplant war. Zwei Umbesetzungen mussten aus beruflichen und zeitlichen Gründen vorgenommen werden. Nicola Thiemann, die schon häufig bei der Freilichtbühne spannende Rollen besetzte, versucht sich nun erstmalig im Plattdeutschen.

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