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AFG-Schüler erschaffen Nachhaltigkeitszentrum

Nachhaltigkeit erlebbar gemacht

Billerbeck

„Die Schüler haben es zu ihrem Projekt gemacht.“ Oliver Wischerhoff, Beratungslehrer der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) Billerbeck-Havixbeck ist sichtlich stolz: „Das ist für mich ein Königsprojekt.“ Was die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe zwölf der AFG mit dem Nachhaltigkeitszentrum im Ein-Laden an der Münsterstraße in Billerbeck auf die Beine gestellt haben, ist allerhand. Innerhalb von nur fünf Tagen haben sie in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geoinformatik (IFGI) Münster das Thema Nachhaltigkeit sicht- und erfahrbar gemacht. Am Freitag nun präsentierten sie ihre Arbeit der Öffentlichkeit.

Mona, Lisa-Marie und Lara (v. li.) haben – wie ihre zwölf anderen Mitschülerinnen und Mitschüler - viel Arbeit in das Projekt gesteckt und freuen sich nun über das Ergebnis. Foto: Fotos: Iris Bergmann

Bürgermeisterin Marion Dirks gab den Startschuss und zeigte sich begeistert: „Ein Traum hat sich erfüllt.“ In das Klimaschutzkonzept der Stadt passe das „Pop-Up- Nachhaltigkeitszentrum“ sehr gut hinein. Man habe immer nach einer Form gesucht, Nachhaltigkeit sichtbar zu machen und die Menschen daran zu beteiligen, so Dirks. „Da kommt diese Projektwoche wie gerufen.“ Ziel der Stadt sei es, ein dauerhaftes Nachhaltigkeitszentrum zu schaffen, die Menschen dafür zu begeistern und vor allem auch junge Leute zu erreichen.

Am Freitag indes tummelten sich Jung und Alt im neuen Zentrum. Einheitlich in schwarzen T-Shirts, immer ansprechbar für die interessierten Gäste, standen die 15 Jugendlichen an den verschiedenen Stationen. So wie Lara, Mona und Lisa-Marie (alle 17 Jahre). „Am Anfang waren wir neugierig, was das wohl so wird“, meinte Lara. Aber nach dem Besuch des Nachhaltigkeitszentrums in Deventer seien sie begeistert gewesen und mit viel Freude an die Arbeit gegangen. In verschiedenen Gruppen haben sie sich rund um Billerbeck auf den Weg gemacht, städtische Obstbäume kartiert und markiert, Kräuter am Wegesrand entdeckt, fotografiert und Informationen gesammelt. „Das war mehr Arbeit als wir dachten“, berichtete Mona.

Aber es hat sich gelohnt. So können sich nun Besucher des Nachhaltigkeitszentrums zum Beispiel über den QR-Code eine sogenannte Kräuterroute runterladen, sie abgehen und am Wegesrand heimische Kräuter entdecken. Oder die Obstbäume finden und dort Obst für den Eigengebrauch ernten. Auch wurde in Zusammenarbeit mit dem IFGI ein sogenanntes smartes Vogelhäuschen gebaut, das durch einen Sensor die Vogelart erkennt und zählt. In der Stadt wurden an verschiedenen Punkten Messstellen installiert. Diese senden Daten an ein Dashbord, auf dem dann zum Beispiel aktuelle Temperaturen, Niederschlag oder Luftfeuchte abgelesen werden können. „Wir werden den Link zum Dashboard in die städtische Homepage einarbeiten“, versprach die Bürgermeisterin.

Standort-Schulleiterin Vera Thomas war begeistert: „Ich habe hier heute ein unglaubliches Projekt kennengelernt.“ Und dieses wird von den Schülerinnen und Schülern noch bis Weihnachten fortgeführt. Bis dahin nämlich werden sie jeden Freitag zwei Stunden in ihrem Nachhaltigkeitszentrum sein und allen Interessierten für Informationen und Erläuterungen zur Verfügung stehen.

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