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Blaue Bänder als Markierung gewählt

Obstbäume zum Ernten gekennzeichnet

Billerbeck

An den ersten Bäumen sind sie schon zu sehen: blaue Stoffbänder. Mit ihnen werden die Obstbäume im Billerbecker Stadtgebiet gekennzeichnet. Die Bänder sollen den Bürgern signalisieren, dass das Obst abgeerntet werden kann. Norbert Elsing, Franz de Wendt, Christoph Lanwer und Ludger Althoff vom Verein „Kinder-, Jugend- und Familienhilfe“ (KJFH) sind in den nächsten Tagen und Wochen unterwegs, um die Obstbäume mit blauen Bändern zu versehen.

Von Stephanie Sieme

So sehen die blauen Bänder aus, mit denen die städtischen Obstbäume gekennzeichnet werden. Foto: Foto: sdi

Es ist eine Aktion, die in Kooperation mit der Stadt Billerbeck erfolgt. Die KJFH ist mit der Idee für diese Aktion, die in anderen Kommunen bereits umgesetzt wird, an die Stadt herangetreten. Birgitt Nachbar (Stadt Billerbeck) hat dafür den passenden Stoff besorgt – in Blau. „Unsere Stadtfarbe“, sagt sie. Wer einen Baum mit einem solchen um den Stamm gebundenen blauen Band sieht, darf das Obst pflücken. „Die Leute können sich so sicher sein, dass sie kein Obst klauen“, so Ludger Althoff. Das Pflücken ist ausdrücklich erwünscht. Es wäre zu schade, wenn das Obst einfach verfaule, findet Birgitt Nachbar. Das Obst könne zu einer Mosterei oder einer mobilen Obstpresse gebracht werden, um daraus Saft herstellen zu lassen. Aber Achtung: „Die Mostereien nehmen ungern Birnen an, weil sie bei einem gewissen Reifegrad die Pressen verkleben“, erklärt Ludger Althoff. Deswegen müsse es für Saft mit Birnen immer einen gewissen Anteil mit Äpfeln geben. Neben Kuchen oder Kompott könne das gepflückte Obst auch eingemacht oder gedörrt werden, so Ludger Althoff´, der noch weiteren einen Tipp parat hat: Die Ernte sollte am besten vormittags erfolgen, weil das Obst dann im Saft sei. Wichtig sei auch, dass beim Pflücken auf die Verkehrssicherungspflicht geachtet und mit den Bäumen sorgsam umgegangen werde und sie nicht beschädigt würden, betont Birgitt Nachbar. „Die Ernte sollte in haushaltsüblichen Mengen erfolgen“, sagt sie. Für den Transport können sich die Bürger auch die E-Lastenfahrräder „Bill und Billi“ von der Stadt Billerbeck ausleihen. Pflückhilfe stellt die KJFH bei Bedarf zur Verfügung. Sollten Bürger nicht sicher sein, ob sie von einem Baum das Obst pflücken dürfen, sollen sie Kontakt mit der Stadtverwaltung aufnehmen (Tel. 02543/730). Wer Fragen rund um die Aktion hat, wer wissen möchte, wo Mostereien sind oder sich einen Pflückhilfe ausleihen möchte, kann sich bei Ludger Althoff (Tel. 0171/3854085) melden. Termine von mobilen Obstpressen sind auch online zu finden unter www.obst-auf-raedern.de. Auch Privatleute, die ihre Obstbäume zum Pflücken zur Verfügung stellen möchten, sind eingeladen, sie mit blauen Bändern zu kennzeichnen. Bei Fragen können sie sich ebenfalls an die Stadtverwaltung wenden.

Die KJFH plant zudem im September/Oktober – wenn es pandemiebedingt möglich ist – einen Nachmittag rund um den Apfel zu gestalten. Interessierte sollen dann alles Wissenswerte rund ums Dörren, Einfrieren und Einmachen kennenlernen.

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