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Kolping hat Wassertretbecken in den Berkelauen umfassend renoviert

Sanierung zum 100. Geburtstag

Billerbeck

Die Bereitschaft, mit anzupacken, war groß. Damit das beliebte Wassertretbecken in den Berkelauen in neuem Glanz erstrahlt, haben die Kolpinger kräftig in die Hände gespuckt und fleißig gewerkelt. Und kaum sei der Bauzaun weggewesen, hätten die ersten Personen schon ihre Runden in dem Becken gedreht. „Es wird angenommen“, sagt Bernard Westerhoff und freut sich – genau wie die anderen Kolpinger – über die Resonanz, die das Wassertretbecken erfährt. Es ist ein Anziehungspunkt – vor allem bei diesen hochsommerlichen Temperaturen wie gerade jetzt. „Da hat sich die Arbeit gelohnt. Dafür macht man es gerne“, so Westerhoff.

Das Wassertretbecken am Berkelspaziergang strahlt in neuem Glanz: Dafür gesorgt hat die Kolpingsfamilie anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens. Foto: Foto: Stephanie Sieme

Das Wassertretbecken ist umfassend saniert worden – in Absprache mit den Bergvagabunden, die es 1999 gebaut hatten, der Stadt Billerbeck sowie mit dem Kreis Coesfeld als Untere Naturschutzbehörde. Schließlich befindet sich das Wassertretbecken in einem Naturschutzgebiet. Bei den Arbeiten mussten bestimmte Vorgaben eingehalten werden, heißt es seitens de Kolpingsfamilie. Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens hat die Kolpingsfamilie die Renovierung der in die Jahre gekommenen Anlage übernommen – als Geschenk für die Billerbecker. Nicht das erste Mal, dass die Kolpinger so etwas machen. Schon 1997 errichtete die Kolpingsfamilie anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens auf Möllerings Hügel ein neues Kreuz auf einem Betonsockel und ersetzte damit das alte abgängige. Auch den Torbogen am Ludgerusbrunne haben die Kolpinger schon mal erneuert.

Beim Wassertretbecken stand die Sanierung des Beckens an sich auf dem Programm. Der Beckenkörper wurde von außen und innen neu beschichtet. „Das war eine Mordsarbeit“, blickt Westerhoff zurück. Eingebaut wurde auch noch eine zusätzliche Sandsteinstufe, damit der Übergang ins Becken leichter ist. Die Sandsteinelemente wurden zudem komplett aufgearbeitet und gereinigt. Auch das Gelände drumherum ist neugestaltet worden. Pflaster wurde neu verlegt sowie für einen neuen Unterbau gesorgt.

Aufgrund der trockenen Witterung konnte die Grassamenaussaat noch nicht erfolgen. „Das werden wir im Herbst oder im Frühjahr in Angriff nehmen“, informiert Westerhoff. Auch die Technik wurde überholt und neue Schilder aufgestellt. „Ein Schild fehlt noch, es ist noch nicht da, sondern noch in Bearbeitung“, berichtet der Billerbecker. Neue und zusätzliche Sitzmöbel wurden errichtet. Tatkräftig unterstützt wurden die Kolpinger von einigen Sponsoren, die den Ehrenamtlichen finanziell unter die Arme gegriffen haben.

Krankheitsbedingte Ausfälle durch Corona, aber auch Lieferschwierigkeiten beim Material – wie auf so vielen anderen Baustellen derzeit auch – sorgten für Verzögerung bei den Arbeiten. „Das hat sich bis hin zu Kleinigkeiten durchgezogen“, berichtet Westerhoff. Die Fahrradständer, die noch aufgestellt werden sollen, werden erst im Herbst geliefert. „Manche Sachen ziehen sich, da sind einem die Hände gebunden“, so Westerhoff.

Unzählige Stunden haben 18 Kolpinger ehrenamtlich geschuftet. Wie viel genau? Um die 340, wie Westerhoff informiert. Das ist aber nur reine Arbeitszeit. Viele andere zur Organisation sind darin nicht berücksichtigt. Die Arbeit hat sich gelohnt. Das Wassertretbecken ist eine beliebte Anlaufstelle. „Hier sind immer Menschen anzutreffen“, so Westerhoff. Auch während des Pressetermins vor Ort gönnen sich Familien eine Abkühlung.

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