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Kinder bauen Hütten auf der Weitblickwiese

Schönheitssalon mit Dachterrasse

Billerbeck

Schon von Weitem hört man lautes Hämmern und Rufe von Kindern, sobald man sich der Weitblickwiese nähert. Am Eingang der Wiese liegt Holz, viel Holz, und folgt man der Geräuschkulisse, stehen tatsächlich schon fast fertige Hütten auf der Wiese. Insgesamt sechs Hütten werden von den Kindern, die im Rahmen des Ferienprogramms an der Aktion teilnehmen gebaut. Seit Montagmorgen arbeiten sie in Gruppen an den Hütten und gestalten diese nach ihren eigenen Vorstellungen. Holz, Nägel, Stoff, Farbe, Handsäge – bis auf einen Akkuschrauber wird alles von Hand gebaut. Und schon jetzt lassen sich die Ergebnisse sehen.

Von Julia Walde

Das sind die eifrigen Baumeister, die zusammen viel Spaß hatten. Im Hintergrund sieht man (v.l.) Nico, Lasse, Thies und Maximilian auf ihrem Hüttendach. Foto: Fotos: jwa

Eine Mädelsgruppe Emmi, Pia, Louisa, Levke und Eileen bauen ihren eigenen Schönheitssalon. Der Nagellack steht schon. Es fehlen noch, so die Gruppe, ein Fenster in Form einer Krone und eine Dachterrasse. Etwas weiter sind schon „die Bauarbeiter“. „Wir mussten das Dach nochmal neu machen, weil wir zu viel Holz verbraucht hätten und es insgesamt zu instabil gewesen wäre“, erzählt Jonas. Zusammen mit Theo, Benno und Felix baut er an dem Haus. „Die Tür muss noch eingebaut werden. Dafür mussten wir den Rahmen erst mal gerade machen, der war schief. Das hat lange gedauert“, erzählt er.

Unterstützt werden die Kinder von den Handwerkerinnen und Handwerkern Birgit, Franz und Norbert. Die Mitarbeiter Felix und Merle sind dabei und Denise Averbeck und Vera Strohband. Die kjfh-Mitarbeiter betreuen zusammen 25 Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahre. „Wir beginnen jeden Morgen um 9 Uhr. Und die erste Frage lautet: „Dürfen wir schon anfangen?’“, erzählt Denise Averbeck. Mittags wird das Essen von der Mensa geliefert und dann auch sehnlichst erwartet: „Ab 11 Uhr wird nach Mittagessen gefragt“, so Strohmann. Um 16 Uhr ist Feierabend.

Bereits zum vierten Mal findet die Aktion statt. Seit 2018 werden die Hütten in der fünften Ferienwoche gebaut, 2020 wurde wegen Corona pausiert. Und die Begeisterung, auch in diesem Jahr, wieder die Hütten zu bauen ist sowohl von Seiten der Kinder als auch auf Seiten der Betreuer riesig: „Das ist die beste Woche im Arbeitsjahr, die geht so schnell rum. Und wir freuen uns jetzt schon auf nächstes Jahr“, erzählt Vera Strohmann.

Der Ansturm auf die Aktion war riesig. Bereits morgens um acht Uhr war alles ausgebucht. „Wir haben einige Wiederholungstäter dabei, die helfen dann auch schon bei anderen Hütten mit“, erzählt Averbeck.

Zuletzt stehen dann die Feinarbeiten an. Die Hütten werden gestrichen, aus Stoff können Vorhänge erstellt werden, Wanddekoration aus Nagelbildern.

Jetzt zum Ende der Woche sind 172 Quadratmeter Holz verbaut. Und die Hütten können sogar mit nach Hause genommen werden. Wer die Hütte bekommt, wird ausgelost und dann werden mit Hilfe der Eltern die Hütten in die heimischen Gärten transportiert. Als bleibende Erinnerung an eine Woche voll von handwerklichem Geschick und viel Spaß.

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