Auch in der Corona-Pandemie Bahnen ziehen

Schwimmkurs als Modellprojekt

Kreis Coesfeld

„Wir sind auf dem Weg ein Volk von Nichtschwimmern zu werden, daher ist es ein wichtiger Schritt gewesen, mit den Kindern wieder ins Wasser zu kommen“, blickt Ralf Thoss von der Ascheberger DLRG zuversichtlich in die kommenden Wochen. Mit dem Herunterfahren des öffentlichen Lebens durch die Corona-Pandemie konnten auch Vereine wie die DLRG Kursangebote nicht fortführen. Damit kam auch das Schwimmtraining zum Erliegen. Anfang Mai öffneten sich für einige Anbieter eine Tür. Der Kreis Coesfeld konnte in Abstimmung mit dem Wirtschaftsministerium des Landes NRW punktuell Modellprojekte starten, die unter wissenschaftlicher Begleitung stehen. Mittlerweile liegt der Inzidenzwert, der als Messlatte für Öffnungsschritte gelegt wird, seit dem 19.5. kreisweit unter 35. Mit der aktualisierten Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) gehört der Kreis Coesfeld damit zur Inzidenzstufe 1. Weitere Öffnungen von Freizeit-, Kultur-, Sportangeboten und im Handel sind damit wieder möglich.

Mit dem Modellprojekt „Förderung der Schwimmsicherheit“ kann der DLRG in Ascheberg wieder Kindern in kleinen Gruppen den lebensrettenden Schwimmkurs anbieten. Foto:

„Aufgrund der langen Schließung ist einiges auf der Strecke geblieben“, stellt Thoss fest. Nun können fünf Kinder an vier Übungsstunden ihre Schwimmfähigkeiten wieder verbessern oder gewinnen sie wieder, begleitet vom Trainingspersonal der DLRG. Im Rahmen der Übungsstunden wurde den Kindern auf spielerischer Form das Element Wasser wieder nähergebracht und ein Stück weit auch die Sicherheit im Wasser wiedergegeben. „Wir hoffen, dass es mit den weiteren Öffnungen schnell vorangeht und möglichst viele Kinder wieder ins Wasser kommen um sichere Schwimmende zu werden“, so Thoss weiter. Theoretisch erlaubt die Coronaverordnung das Öffnen der Hallenbäder bei der Inzidenzstufe 1 wieder. Dazu ist von Badegästen ein negatives Corona-Testergebnis vorzulegen, das nicht älter als 48 Stunden sein darf. Auch ist die Anzahl von Badegästen reglementiert. Alexander Bergenthal vom Kreissportbund rechnet an einem Beispiel vor: „Hat ein Hallenbad eine geöffnete Fläche von 350 Quadratmeter, so dürften sich zur gleichen Zeit maximal 50 Personen dort aufhalten.“ Das entspricht einer Person auf sieben Quadratmetern.

Für die Modellregion wird sich durch die neuen Vorgaben der Verordnung nicht viel ändern. „Prinzipiell dürfen sich die Bedingungen für ein Projekt innerhalb der Modellregion, die vor Aktualisierung der Verordnung mit dem Ministerium abgestimmt wurden, nicht schlechter stellen und werden fortgesetzt“, kommentiert Kreisdirektor Dr. Linus Tepe. Schwimmtrainer Ralf Thoss wird somit weiterhin die Grundsteine bei Schwimmanfängern legen können.

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