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Billerbecker Bildkalender mit historischen Ansichten für 2022 präsentiert

Stadtgeschichte im Querformat

Billerbeck

45 000 Fotografien sind es, durch die Stadtarchivar Dieter Nagorsnik aus dem Vollen schöpfen kann. „Er hat wieder in die Schatzkiste gegriffen“, sagt Bürgermeisterin Marion Dirks. Zwölf dieser fotografischen Schätze, allesamt historische Ansichten aus der „Perle der Baumberge“, sind im Billerbecker Bildkalender für 2022 zu sehen. Auch mit Gebäuden und Straßenzügen, die es heute nicht mehr gibt. Die Fotos zeigen, wie die Domstadt an manchen Ecken früher einmal ausgesehen hat. Sie zeigen das Leben in vielen zurückliegenden Jahrzehnten – wie etwa eine Hochzeitsgesellschaft auf der Langen Straße als Monatsmotiv Juni oder als Februar-Bild den Karnevalsumzug mit Prinzen-Kutsche in den 70er-Jahren mit dem damaligen Eisenwarengeschäft Lammerding im Hintergrund. „Da kann ich mich gut dran erinnern. Da musste ich mal Heiligabend hin, um einen Christbaumständer zu kaufen, weil unser kaputtgegangen ist“, erzählt Marion Dirks. Viele Erinnerungen stecken hinter den Fotografien – und jeder verbindet seine ganz eigene Geschichte damit. Es ist ein Stück Stadtgeschichte, herausgebracht dieses Mal im Querformat.

Von Stephanie Sieme

Präsentieren den Billerbecker Bildkalender für 2022: (v.l.) Bücherschmiede-Inhaberin Heike Geßmann, Stadtarchivar Dieter Nagorsnik und Bürgermeisterin Marion Dirks. Foto: Foto: Stephanie Sieme

Das Titelbild zeigt eine Ansicht von der Beerlager Straße auf die Schmiedestraße – vermutlich aus den 50er-Jahren. Mit Allee-Charakter. „Die Häuser links und rechts gibt es nicht mehr“, sagt die Bürgermeisterin. Dort ist heute der Kreuzungsbereich mit der Holthauser und Darfelder Straße. Das Januar-Motiv ist ein Bild von der Langen Straße im Schnee mit Weihnachtsbeleuchtung. Im gleichen Stil wie heute noch. Nur, dass heute in der Advents- und Weihnachtszeit Girlanden aus künstlichem Material und eine LED-Beleuchtung im Einsatz sind, wie Dirks berichtet. Das Bild zeigt auch, dass die heutige Fußgängerzone früher auch mal zeitweise beidseitig mit Autos befahrbar war.

„Das ist auch schon Geschichte“, so Dieter Nagorsnik, als er vom März-Motiv spricht. Darauf zu sehen ist die ehemalige Weberei Conze & Colsman von der Industriestraße/Hagen aus. Aber auch das Haus Deno (Gummibahnhof), der Markt, das Schulzentrum mit dem benachbarten alten Sportplatz, die Tankstelle Wenner, das ehemalige Kino Odeon und das ehemalige katholische Jugendheim, auch Sternburg genannt, finden sich auf den Fotos wieder. „Dabei war das Jugendheim gar nicht die Sternburg, sondern das Vorgängergebäude, was dort mal stand“, erklärt die Bürgermeisterin.

Stadtarchivar Dieter Nagorsnik hat auch schon eine Idee für den Bildkalender 2023. Der Fokus könnte dann auf den Motiven des Billerbecker Außenbereichs liegen. Schließlich gebe es auch historische Ansichten unter anderem von der Aulendorfer Marien-Kapelle, Haus Runde oder vom Lutumer Bahnhof. Denkbar sei auch ein Kalender mit Fotos von klassischen Billerbecker Veranstaltungen, so Marion Dirks und fügt hinzu: „Die Ideen gehen nicht aus.“ Mittlerweile zum sechsten Mal hat die Stadt Billerbeck in Kooperation mit der Kalender Manufaktur Verden einen Bildkalender mit historischen Ansichten aufgelegt – mit einer kleinen Auswahl aus dem riesigen Fotobestand des Stadtarchivs. Marion Dirks: „Es ist kein Geheimnis, dass historische Ansichten aus Billerbeck sehr gut ankommen.“  Der Billerbecker Bildkalender 2022 ist ab sofort in der Bücherschmiede für 19 Euro erhältlich.

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