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Kinder haben Sammelaktion unter Corona-Bedingungen durchgeführt/ Spendensumme beträgt bisher 22 073 Euro

Sternsinger trotzen der Kälte

Billerbeck

Klirrende Kälte empfängt die Sternsinger auf der Domplatte. Ein wenig hat es über Nacht geschneit, und die Dächer in Billerbeck sind mit Schnee und Eis bedeckt. Winterliche Weihnachtsstimmung verbreiten die Sternsinger, auch wenn die Tannenbäume am selben Tag bereits abgeholt werden.

Von Julia Walde

Familie Meiners freut sich über den Besuch der Sternsinger: (v.l.) Paul Ueding (7 Jahre), Mats Cramer (8 Jahre), Frieda Ueding (5 Jahre) und Paula Rades (6 Jahre). Foto: Foto: Julia Walde

„Es geht wieder los“, freut sich Bernd Jacobs vom Organisationsteam der Sternsingeraktion. Nachdem in 2021 die Sternsinger nur per Brief zu den Menschen kommen konnten, sind sie in diesem Jahr wieder persönlich unterwegs.

Kleine Änderungen wurden jedoch vorgenommen. Statt eines traditionellen Aussendungsgottesdienstes holen sich die Sternsinger den Segen im Pfarrheim ab und ziehen dann los. Auch auf die traditionelle Mittagspause im Ludgerusstift müssen sie verzichten, doch das hält die Sternsinger nicht ab.

Paul, Mats, Frieda und Paula sind in der Kälte als Sternsinger unterwegs. Rund um den Brockmannweg bringen sie den Segen zu den Billerbeckern. Zum ersten Mal ist das Vierergespann zusammen unterwegs und sehr aufgeregt. „Wir freuen uns darauf, den Menschen eine Freude zu machen“, sagt der siebenjährige Paul. Gesagt, getan.

Am Anfang des Brockmannwegs wird geklingelt, das Lied der Sternsinger angestimmt und die fleißig auswendig gelernten Texte aufgesagt. „Wir bitten euch, ihr wisst es schon, um Gaben für die Weltmission. Drum öffnet willig eure Hände und gebt eine große Spende“, lautet der Text, der an jeder Haustür vorgetragen wird, um Spenden zu sammeln. Der Spendenbeutel füllt sich stetig von Haustür zur Haustür.

„Wir kennen uns schon, seitdem wir in die Windeln gemacht haben“, erzählen Mats und Paul. Frieda ist Pauls kleine Schwester und kennt Paula aus dem Kindergarten - und sie alle sind befreundet. „Das Lied kennen wir auswendig“, sagt Paul und fügt hinzu: „Ich habe den Text immer laut vorgelesen und abends noch einmal durchgelesen, heute morgen konnte ich ihn dann“, verrät auch Mats seinen Trick, wie er sich den Text gemerkt hat. Und mit jeder Haustür werden die vier textsicherer.

Der Plan für den heutigen Tag sieht vor, dass sie eine Mittagspause einlegen, um etwas zu essen und sich aufzuwärmen, denn auch mit Mützen, Handschuhen, Jacken und den Königsgewändern wird es auf Dauer kalt. Am Nachmittag besuchen sie die restlichen Häuser.

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