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Zwillingsgeburt bei Sikahirschen im Wildgehege am Ludgerus-Stift

Tierischer Nachwuchs im Doppelpack

Billerbeck

(sdi). „Da ist eins“, sagt Martin Stegemann und zeigt in Richtung eines etwas dichter bewachsenen Bereiches am Zaun. In der Tat: Im Schatten und bestens getarnt, auf den ersten Blick nicht zu erkennen, liegt ein kleines Kalb – mit rotbraunem Fell und ganz vielen, weißen Flecken. Ein Sikahirsch im Mini-Format. Rund eine Woche ist das Kalb alt. Und es ist nicht das einzige. Ein paar Meter weiter im Dickicht liegt ein weiteres. Eine der Hirschkühe im Wildgehege des Ludgerus-Stifts hat Nachwuchs im Doppelpack bekommen. Etwas ganz Besonderes, wie Stegemann sagt, der total baff war. „Ich konnte es erst gar nicht glauben“, erzählt er. Eine Zwillingsgeburt sei bei Sikahirschen selten und bei seinen Tieren noch nicht vorgekommen. Seit rund 30 Jahren züchtet der Nottulner Sikahirsche der Gattung Nippon. Leicht zu verwechseln mit Damhirschen. Sie gehören zu den kleinsten Hirscharten der Welt. Drei von ihnen hält er zusammen mit fünf Mufflons im Gehege am Ludgerus-Stift. Sie sind zahm, „ganz lieb“, so der Nottulner, der im Schlepptau einen Eimer mit Futter hat. Sofort kommen sie angelaufen.

Martin Stegemann stattet seinen Sikahirschen im Gehege am Ludgerus-Stift einen Besuch ab. Dort hat es Nachwuchs gegeben – im Doppelpack. Foto: Fotos Stephanie Sieme

Bewohner der Senioreneinrichtung haben den Nachwuchs entdeckt, wie Sozialdienstleiterin Rita Mischke berichtet. Die beiden Kälber sollen Namen erhalten. „Da werden wir uns was zusammen mit den Bewohnern überlegen“, sagt sie. „Wenn wir wissen, ob sie weiblich oder männlich sind.“

In den nächsten vier Wochen bleiben die beiden Kälber erst einmal im Verborgenen. „Sie werden von der Mutter in Deckung abgelegt. Sie geht nur zum Säugen hin“, so Stegemann. Die Kälber sind dann bestens getarnt und geschützt.

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