1. www.azonline.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Billerbeck
  6. >
  7. Unfall mit Gülleanhänger simuliert

  8. >

Herbstabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr

Unfall mit Gülleanhänger simuliert

Billerbeck

Die Szenerie war so authentisch angelegt, dass selbst Spaziergänger die Herannahenden warnten: „Großer Verkehrsunfall. Da kommen sie nicht durch.“ Hinter dem Hinweis, dass es sich dabei um die Herbstabschlussübung der Feuerwehr und die entsprechende Pressebegleitung handele, vermutete die Flaneurin, die sich vom Tatort entfernt, einen schlechten Scherz: „Das glaube ich jetzt mal nicht!“ Tatsächlich sah alles auch sehr realistisch aus. Inmitten der ländlichen Idylle von gelb blühendem Raps und hohem Mais plötzlich dieser große Verkehrsunfall. Aber zum Glück nur eine Übung. Der Ernstfall wird geprobt. An einer Kreuzung hinter dem Neuen Friedhof im Bereich Gantweg missachtete ein Autofahrer das Stoppschild und raste dabei in einen Traktor mit Gülleanhänger. Leider wurde das nachfolgende Auto auch noch in den Unfall verwickelt. In jedem Wagen warteten zwei eingeklemmte Insassen auf eine schnelle Befreiung. Gefahr in Verzug. Feuerwehr und Rettungsdienst – in diesem Fall der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes – waren schnell im Anmarsch.

Von Ulla Wolanewitz

An einer Kreuzung hinter dem Neuen Friedhof im Bereich Gantweg wurde ein Unfall für die Herbstabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr simuliert. Foto: Foto: Ulla Wolanewitz

„Die Zusammenarbeit von Feuerwehr und DRK hat reibungslos funktioniert. Insgesamt haben die Kräfte eine komplexe Lage vorgefunden, die sie ruhig und besonnen abgearbeitet haben, so dass wir mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden waren“, lautete abschließend das Fazit von Florian Heuermann, dem stellvertretenden Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Billerbeck.

Drei Einsatzabschnitte gab es: Pkw im Graben sichern, denn die eingeklemmte Person im Wagen war verdächtig still. Anschließend sicherte die über 30-köpfige Mannschaft von Feuerwehr und DRK den Brandschutz und den Verkehr. Aus dem Güllefass tropfte zwar Flüssigkeit, doch dabei handelte es sich glücklicherweise nur um Wasser. Zu den ersten Aktionen zählte es, das Notstromaggregat für das notwendige Werkzeug funktionsfähig zu machen. Wehrleiter Wolfgang Langner und sein Stellvertreter Matthias Heuermann hielten sich währenddessen besonnen im Hintergrund, um zu beobachten wie der Nachwuchs die gestellte Gefahrenlage managte. Autos mit Trenn- und Spreizschere zu zerlegen, hatten die jungen Kameraden in den vergangenen Wochen mehrfach geübt.

Gleichzeitig lief auf der anderen Seite die Bergung der eingeklemmten Personen, was eine besondere Absicherung des Autos, das im Graben lag, einforderte.

Ein großer Dank richtet die Feuerwehr an die Übungsstatisten Daniel Dübbelde, Marcel Heuermann, Sven Ohms und Matthias Ziemann, ebenso an Dominik Brinkmann, der das Traktorgespann zur Verfügung stellte und an das Autohaus Wiens, das die zwei Unfallfahrzeuge lieferte und die zerlegten Überreste anschließend wieder abholte.

Startseite