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Aktionswoche der kommunalen Jobcenter

„Vor Ort kennen wir die Menschen“

Billerbeck

Die kommunalen Jobcenter möchten im Rahmen ihrer zweiten bundesweiten Aktionswoche zeigen, dass und wie sie für die Menschen da sind. So auch das Jobcenter der Stadt Billerbeck, das sich im Verbund mit den Jobcentern in den anderen Kommunen des Kreises Coesfeld und mit dem Kreis Coesfeld selbst befindet.

Fachbereichsleiter Martin Struffert (v.l.), Fallmanager Ludger Bewer und Bürgermeister Marion Dirks stellen anlässlich der Aktionswoche das kommunale Jobcenter vor. Foto: Foto: Stadt Billerbeck

Die Aktionswoche stand ganz im Zeichen des Willkommens für die Menschen aus der Ukraine. Seit dem 1. Juni ist das Jobcenter für viele geflüchteten Menschen aus der Ukraine zuständig und musste sich natürlich zunächst um die Gewährung der Leistungen kümmern, wie die Stadt Billerbeck informiert.

Der nächste Schritt werde in Abstimmung mit der Hilfeplanung des Kreises und auch der Fachstelle für geflüchtete Menschen des DRK-Kreisverbandes, der auch für die Stadt Billerbeck tätig sei, die Klärung der Frage sein, welche Bedarfe bestehen, damit der Weg in die Arbeit gefunden und gegangen werden kann und sei es nur vorübergehend bis zur Rückkehr in die Heimat, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt.

Die Vorbereitung für die Aufnahme eines Arbeits- oder Ausbildungsplatz stehe laut Stadtverwaltung auch bei den anderen Menschen an, die aus welchen Gründen auch immer in die Langzeitarbeitslosigkeit gerutscht seien oder die als geflüchtete Menschen aus anderen Ländern nun dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stünden.

Das Jobcenter Billerbeck mit seinem Fallmanager Ludger Bewer habe einen engen Kontakt zu Betrieben, die in der heutigen Zeit dringend Arbeitskräfte suchen würden, heißt es seitens der Stadtverwaltung. Mit Hilfe einer Reihe von lokalen Akteuren kümmert er sich gemeinsam mit der Hilfeplanung des Kreises darum, dass Hemmnisse wie mangelnde Sprachkenntnisse, fehlende Mobilität oder fehlende Kinderbetreuung aus dem Weg geräumt werden. Dafür gebe es laut Stadtverwaltung gute Beispiele. So wie der junge Syrer, der vor Jahren als gewerblicher Mitarbeiter seine Arbeit in einem Billerbecker Betrieb aufnahm und immer noch dort arbeitet. Er habe sich übrigens sehr gewundert, als er erstmals in den Urlaub geschickt wurde und hatte schon Sorge, das sei der Verlust des Arbeitsplatzes. Oder der Vater, der eine Handwerkslehre machte und heute einen Billerbecker Handwerksbetrieb als Geselle unterstützt. Oder die junge Frau aus Syrien, die mit großem Fleiß einen Studienplatz in Medizin ergatterte.

„Das kommunale Jobcenter ist eine Erfolgsgeschichte“, sind sich Martin Struffert, Fachbereichsleiter Soziales, und Bürgermeistern Marion Dirks einig. Beide haben die Entwicklung der kommunalen Jobcenter, damals hießen sie noch Zentren für Arbeit, von Beginn an begleitet und gefördert. „Vor Ort kennen wir die Menschen und ihre Bedarfe viel besser“, betonen beide und nehmen mit dem gesamten Team die Herausforderung in diesen spannenden Zeiten an.

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