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Sarah Bosse und Stefan Stumpe vollenden Manuskript ihres Vaters Jo Pestum

Weihnachtskrimis mit Fortsetzung

Billerbeck

Für alle Kinder und Familien, denen die Weihnachtskrimis des 2020 verstorbenen Schriftstellers Jo Pestum seit vielen Jahren eine spannende Adventszeit bescheren, hat Autorin Sarah Bosse eine tolle Nachricht: „Auch in diesem Jahr gibt es den Adventskalender-Krimi.“ Und noch besser: „Ich habe mich außerdem dazu entschlossen, diese Reihe fortzusetzen und arbeite gerade an dem Weihnachtskrimi für 2022.“

Von Ulrike Deusch

Sarah Bosse zeigt den Adventskalender-Krimi (l.), den sie mit ihrem Bruder Stefan Stumpe aus dem Manuskript des Vaters weiterentwickelt hat, und das neu aufgelegte Buch „Die Schwarzfüße“. Foto: Fotos: privat/ude

Einzeln und in Sammelbänden sind in den vergangenen Jahren fast 20 Weihnachtskrimis des Billerbecker Schriftstellers erschienen und haben während der Adventszeit Tag für Tag zum Miträtseln eingeladen. „Ich weiß, dass das in vielen Familien zu einer echten Tradition geworden ist“, berichtet Bosse. Als ihr Vater 2020 starb, hat er ein Manuskript für einen neuen Weihnachtskrimi hinterlassen – unvollendet. „Etwa die Hälfte der Geschichte fehlte noch“, so Bosse. „Mein Bruder und ich fanden es viel zu schade, das Manuskript in der Versenkung verschwinden zu lassen.“ Auch der Verlag habe großes Interesse, die Reihe fortzuführen.

Dass die unvollendete Geschichte von der „Nikolaus-Entführung“ bei Autorin Sarah Bosse in den allerbesten Händen war ist klar, aber auch ihr Bruder, Stefan Stumpe, ist als Werbetexter jemand, der es versteht, mit Sprache gut umzugehen. Und wie muss man sich das gemeinsame Schreiben ganz praktisch vorstellen?

Bosse schmunzelt: „Das war tatsächlich eine ganz neue Erfahrung für mich“, sagt die Verfasserin zahlloser Kinder- und Jugendbücher. „Erstmal hab ich das Manuskript, das unser Vater noch mit der elektrischen Schreibmaschine getippt hat, in eine Datei umgewandelt. Dann haben mein Bruder und ich uns gemeinsam die Handlungsstränge angesehen und überlegt, wie man die Geschichte weiterentwickeln und in Kapitel einteilen kann.“ 24 braucht es bekanntlich und jedes soll so sein, dass man sich auf den nächsten Tag und den nächsten Teil der Geschichte freut. Im Ping-Pong-Verfahren haben die Geschwister abwechselnd ein Kapitel geschrieben, gelesen und einander Änderungsvorschläge gemacht. „Es hat uns beiden großen Spaß gemacht“, schaut Bosse zurück. „Es war uns ein Anliegen, das Manuskript zu vollenden und daraus eine gemeinsame Aktion für unseren Vater zu machen“, sagt sie. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Und der Verlag ist es auch.“

Und jetzt zur Geschichte. Es geht um Luc und seinen Cousin Harry, die sich kurz vor Weihnachten auf die Suche nach dem verschwundenen Opa Charly von nebenan machen. Sie finden heraus, dass Charly in großer Gefahr schwebt. Und im nächsten Jahr, wenn Sarah Bosses erster Adventskalender-Krimi erscheint? „Es wird ganz viel Billerbeck vorkommen“, verrät sie. „Aber mehr sage ich nicht.“

7 Jo Pestum/Sarah Bosse/ Stefan Stumpe, Die Nikolaus-Entführung. Ein Weihnachtskrimi in 24 Kapiteln; mit Illustrationen von Dagmar Henze; Arena Verlag; für Kinder ab zehn Jahren; im örtlichen Buchhandel erhältlich.

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