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„Billerbeckerleben“ und Stadt Billerbeck ziehen Reißleine

Weihnachtsmarkt ist abgesagt

Billerbeck

Die Entscheidung sei ihnen nicht leichtgefallen. Aber nun ziehen sie die Reißleine. „Schweren Herzens sagen wir den Weihnachtsmarkt ab“, sagt Hubertus Messing (Stadt Billerbeck) am gestrigen Nachmittag. Die Entscheidung haben der geschäftsführende Vorstand der Kaufmannschaft „Billerbeckerleben“ und die Stadt Billerbeck gemeinsam getroffen. Vorausgegangen seien in den vergangenen Tagen und auch gestern viele Sitzungen und Gespräche.

Von Stephanie Sieme

Der Vorstand von „Billerbeckerleben“ und die Stadt Billerbeck ziehen die Reißleine. Der Billerbecker Weihnachtsmarkt fällt zum zweiten Mal in Folge pandemiebedingt aus. Foto: Foto: Archiv

Mit Blick auf die drastisch gestiegenen Infektionszahlen und die Hospitalisierungsrate ließen es die aktuellen Rahmenbedingungen nicht zu, einen Weihnachtsmarkt zu veranstalten. „Es soll ein Zeichen sein“, so Messing. Ein Zeichen zur Einschränkungen von Kontakten und ein kleiner Beitrag dazu, um den Trend der stark steigenden Corona-Zahlen umzukehren. Mit einer möglichen weiterhin steigenden Hospitalisierungsrate in den nächsten Tagen könnten sich auch Corona-Maßnahmen verschärfen. Das hätte dann auch dazu führen können, dass nicht nur 2G-Nachweise bei den Weihnachtsmarkt-Besuchern hätten kontrolliert werden müssen, sondern zusätzlich auch ihre tagesaktuellen negativen Corona-Tests. „Das ist von der Kontrolle her nicht zu stemmen“, sagt Messing.

Hinzu komme, dass so viele verunsicherte Marktbeschicker und Standbetreiber von sich aus bereits abgesagt hätten, „sodass ein attraktiver Weihnachtsmarkt, so wie er erwartet wird, nicht mehr gestaltet werden kann“, sagt Axel Kuhlmann, Mitglied des Weihnachtsmarkt-Organisationsteams. Täglich seien Absagen eingetrudelt. Auch alle Billerbecker Vereine hätten ihre Teilnahme mit Ständen bereits abgesagt. „Es ist schade, wir bedauern das sehr. Auch für die Billerbecker Händler“, so Messing. Denn ohne den Weihnachtsmarkt gibt es auch keinen verkaufsoffenen Sonntag. „Viele Händler haben uns zurück gespiegelt, dass sie diese Entscheidung mittragen und befürworten“, berichtet Messing. Auch Bürgermeisterin Marion Dirks kann die Entscheidung komplett nachvollziehen. „Natürlich hätte ich mir auch gewünscht, dass der Weihnachtsmarkt stattfindet“, aber wenn der Markt nicht attraktiv sei und man sich sorge, dass es zu Infektionen komme, sei die Absage verständlich, sagt sie und appelliert, die Billerbecker Geschäftstreibenden nicht zu vergessen und vor Ort Einkäufe zu erledigen. Auch, wenn die Menschen nun in die größeren Städte fahren würden, um dort die Weihnachtsmärkte zu besuchen. Adventsstimmung soll es laut Bürgermeisterin in den nächsten Wochen trotzdem geben. Beispielsweise mit dem Anzünden der Kerzen am XXL-Adventskranz, der am Dom aufgebaut wurde. Auch das Weihnachtspostamt soll es am Rathaus geben. Kinder können dort ihre Post ans Christkind abgeben. Geplant sei laut Marion Dirks auch wieder an einem Adventssamstag eine Beleuchtungsaktion in den Abendstunden, bei der unter anderem auch das Rathaus in einem ganz besonderen Licht angestrahlt wird.

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