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Meral Balikci ist neue Leiterin der Kita Oberlau

Wissen und Werte schnell umsetzen

Billerbeck

Das Gespräch findet zwischen Backofen und Kühlschrank statt, beide sind halb ausgepackt, leere Kisten liegen auf dem Boden. Eigentlich ist es der Personalraum. „Den nutzen wir gerade unter anderem als Lager“, sagt Meral Balikci. Im DRK-Familienzentrum sind nämlich Handwerker bei der Arbeit in Küche und Café. Ein Durchbruch wird ab sofort beide verbinden, sie bekommen einen neuen Boden und eine Küchenausstattung, die mit Podesten zum rausziehen die Mitarbeit der Kinder ermöglicht.

Meral Balikci (M.) im Kreis einiger Kolleginnen. „Ich wurde hier sehr nett empfangen“, sagt die neue Leiterin der Kita Oberlau. Das Bild zeigt (v.l.) Heike Freiberg, Daniela Renger, Kerstin Boshammer, Meral Balikci, Lena Mensing, Claudia Peuker und Hedwig Leimkühler. Foto: Foto: ude

Dies alles geschieht bei laufendem Betrieb, eine echte Herausforderung für Meral Balikci, die neue Leiterin im Familienzentrum Oberlau. Sie folgt Nina Baringhorst, die nach drei Jahren eine neue Aufgabe bei der DRK Kindertageseinrichtungen im Kreis Coesfeld gGmbH übernimmt. Balikci freut sich, dass sie so die Chance erhält, nach ihrer umfangreichen Ausbildung eine Kita zu leiten. Die 27-jährige Dülmenerin hat nach ihrer pädagogischen Ausbildung noch ihre Fachwirtin im Kita-Management gemacht und dann berufsbegleitend Kindheitspädagogik in Bochum studiert. Ihre beruflichen Stationen waren eine DRK-Kita in Olfen und zuletzt eine in Dülmen.

„Ich bin total wissbegierig“, sagt Balikci. „Und als ich dann das Studium abgeschlossen hatte, dachte ich mir, wenn ich meine theoretischen Kenntnisse jetzt nicht gleich praktisch umsetze, habe ich sie womöglich schnell wieder vergessen.“

Dass es direkt mit der Kita-Leitung im Oberlau geklappt hat, war für sie ein Glücksfall. „Ich bin sehr nett empfangen worden und habe gleich gespürt, dass das Team sich an Werten orientiert, die auch mir wichtig sind. Ich habe mich hier sofort wiedergefunden in dem, wie ich meine Aufgabe umsetzen möchte.“

Dazu gehört zum Beispiel der Ansatz, Kinder selbst aktiv werden zu lassen und aus der Rolle des Beobachters und Begleiters zu schauen, was sie gerade brauchen und sie dann darin zu unterstützen. Ein ganz wichtiges Prinzip des Ansatzes Early Excellence, nach dem im Familienzentrum Oberlau gearbeitet wird. Leitlinie der Kita ist auch das offene Konzept. Das bedeutet, dass die Kinder nicht in getrennten festen Gruppen betreut werden. Balikci: „Ich habe gleich gemerkt, dass diese Konzepte hier nicht nur schöne Theorie sind, sondern bis in die kleine Zehe gelebt werden, das ist eine starke Leistung“, lobt Balikci. „Ich freue mich darauf, diese Ansätze nun mit dem Team weiter zu entwickeln und daran zu arbeiten.“

52 Kinder werden derzeit in der Kita Oberlau betreut, zehn von ihnen sind jünger als drei Jahre. Aber auch sie sind je nach Alter nach und nach in alle Bereiche integriert, so sieht es das offene Konzept ja vor. Auch die Arbeit als Familienzentrum mit vielen Kooperationspartnern reizt Balikci.

Gibt es nach dem Küchenumbau weitere größere Projekte, die auf die neue Leiterin warten? „Ja, wir wollen als nächstes unser Außengelände optimieren“, sagt sie. „Zum Glück ist es sehr groß, aber viele Pflanzen haben sich selbstständig gemacht.“ Auch das Interesse der Kinder habe sich verändert. „Wir wollen zunächst herausfinden, was die Kinder gerade brauchen und das Gelände entsprechend umgestalten. Das ist aber eher ein Jahresprojekt,“ schmunzelt Meral Balikci.

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