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Autorin Birgit Hedemann verbreitet mit neuem Roman Krimi-Spannung im „Pot Still“

Zwischen Münsterlandmörder und Mafia

Billerbeck

Ist Billerbeck ein Ort mit Verbrechen, Mord und Totschlag? Oder vielleicht ein Mafia-Nest? Darum geht es jedenfalls in dem neuen Thriller, den Birgit Hedemann veröffentlicht und nun im Whiskeyladen „Pot Still“ im Rahmen einer Lesung vorgestellt hat. Die spannende Geschichte, die die Domstadt-Autorin in „Schatten des Todes – ein Billerbeck-Thriller“ erzählt, ist fiktiv.

Von Elvira Meisel-Kemper

Die Autorin Birgit Hedemann präsentiert im Rahmen einer Lesung, an der im „Pot Still“ rund 20 Zuhörer teilnehmen, ihren neuen Roman „Schatten des Todes – ein Billerbeck-Thriller“. Foto: Foto: Elvira Meisel-Kemper

Im Mittelpunkt steht Carlotta von Landsdorf, die im Alter von 21 Jahren mit ihrem Verlobten Lian Viscondesi ein Kind erwartet. Seine Eltern wollen Carlotta überhaupt nicht kennenlernen. Als das Paar aber trotzdem zu seinen Eltern fährt, um ihnen von der Schwangerschaft zu berichten, kommt es zu einem Unfall. Lian, der nicht angeschnallt ist, stirbt dabei. Carlotta wird mit perfiden Anschuldigungen von Lians Familie, die der Mafia nahesteht, verfolgt. Spannung liegt in der Luft, doch weiterlesen müssen die Zuhörer selbst.

Rund 20 Zuhörer nehmen an der Lesung im „Pot Still“ teil. Es ist die erste Lesung, die in dem Whiskyladen stattfindet. „Als wir den Laden hier aufgemacht haben, haben wir gleich Lesungen geplant. Es scheint etwas zu sein, was ankommt“, sagt Mirko Badzong, einer der beiden Inhaber. Deshalb setzen Badzong und Hedemann sogar noch einen zweiten Leseabend an. Der Eintritt zu den beiden ausverkauften Lesungen ist frei, aber um eine Spende für die Hospizgruppe Billerbeck, bei der sich Birgit Hedemann seit vier Jahren ehrenamtlich engagier, wird gebeten. Die Autorin lebt seit 2002 in Billerbeck. Geboren wurde sie 1965 in Münster. Dort spielte auch ihre allererste Geschichte, die 2015 in einem Sammelband veröffentlicht wurde. „Ich habe sie ,Der Münsterlandmörder‘ genannt, denn dahinter stecken echte Mordfälle. Vier junge Frauen, die getrampt sind, wurden zwischen Münster und Steinfurt in den 1970er-Jahren umgebracht. Der Mörder wurde nie gefasst. Meine Mutter hat damals mit mir geschimpft, wenn ich getrampt bin. Ich habe es trotzdem heimlich gemacht“, ergänzt Hedemann.

In der Geschichte „Der Münsterlandmörder“, aus der sie ebenfalls an diesem Abend liest, verlagert sie die Handlung in die vergangenen Jahre. Die Personen sind fiktiv. So wie Natalie, die nach dem Tod ihrer Mutter zusammen mit ihrer Freundin Claudia ein Tagebuch findet, in dem ihre Mutter Dinge über den Vater berichtet, die darauf hinweisen, dass er ein Mörder von Tramperinnen in den 1970er-Jahren ist. Natalie ist entsetzt: „Mein Vater – ein Mörder? Nichts hat sich Mama anmerken lassen.“ Hedemann berichtet das in einem Stil, der Kopfkino entzündet und auch nach dem abrupten Ende, in dem sich Claudia offensichtlich in den Kommissar Hartmann verguckt, arbeitet es in den Köpfen der Besucher weiter. Übrigens: „Claudia gibt es wirklich. Sie machte damals eine Europareise. Wir haben uns oft geschrieben. Dadurch habe ich meine Freude am Schreiben entdeckt“, ergänzt Hedemann im Gespräch. 7 Erschienen ist „Schatten des Todes – ein Billerbeck-Thriller“ im Selbstverlag über die Plattform „epubli“. Erhältlich ist der Roman für 14,90 Euro auch in der Geschäftsstelle unserer Zeitung in Billerbeck (Münsterstr. 4), die montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet ist. Dort ist er für 14,90 Euro erhältlich.ISBN: 978-3-754910-47-4.

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