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Christiane Mussinghoff und Klaus Abel übernehmen Projekt „frei.raum“ von Daniel Gewand

„Aufgabe mit viel Kreativität angehen“

Coesfeld

(pbm/mek). Vor fünf Jahren startete das Projekt „frei.raum“ für junge Erwachsene der beiden katholischen Kirchengemeinden in Coesfeld unter der Federführung von Pastoralreferent Daniel Gewand. „Wir haben gezeigt, dass Kirche und junge Erwachsene zusammen geht, dass es sich lohnt, neue Wege auszuprobieren und dass Kirche eine Relevanz erhält, wenn sie an der Lebenswirklichkeit der Menschen andockt“, zieht Gewand sein Fazit. Das Projekt unter seiner Leitung endet nun, denn es war von Beginn an auf fünf Jahre begrenzt.

Klaus Abel (l.) und Christiane Mussinghoff (r.) führen „frei.raum“, das Projekt von Daniel Gewand für junge Erwachsene, weiter. Foto: Foto: Bistum/M. Kiepe

134 Veranstaltungen mit rund 1500 Teilnehmenden von regelmäßigen Gottesdiensten und Gesprächsangeboten bis hin zum Speeddating oder Weinabend mit Bischof Dr. Felix Genn umfasste das Programm, das sowohl Paare als auch Singles im Blick hatte. „Wir möchten weiter unter dem Label ‚frei.raum’ junge Erwachsene ansprechen. Aber es wird sich auch etwas verändern“, erläutert Christiane Mussinghoff, Pastoralreferentin in St. Lamberti. Sie wird gemeinsam mit Klaus Abel, ständiger Diakon in der Pfarrei Anna-Katharina, das Angebot weiterführen. Die beiden möchten neue Freiräume schaffen, die offen sind. „Offen nach außen und offen nach innen. Diese Räume müssen von den Menschen gefüllt werden, die teilnehmen und mitmachen“, ergänzt Mussinghoff. Das neue Team wird das Angebot koordinieren und die jungen Erwachsenen unterstützen, die sich bereit erklärt haben, Verantwortung zu übernehmen und „frei.raum“ mitzugestalten.

Zwei regelmäßige Angebote werden auf jeden Fall weitergeführt: „frei.raum.alltag“ und „frei.raum.sonntag“. Daneben wird es ebenso besondere Veranstaltungen geben wie in Kooperation mit der Kolpingjugend im nächsten Frühjahr ein Speeddating. „Wir haben aber auch Lust, etwas Neues zu erfinden und die Aufgabe mit Offenheit und viel Kreativität anzugehen“, sagt Mussinghoff. Abel fügt hinzu: „Wir fragen uns, was zur Zielgruppe junge Erwachsene passt und was es vielleicht noch nicht gibt.“

Mussinghoff und Abel können dabei auf die Unterstützung der Seelsorgeteams beider Pfarreien zählen. „Allerdings übernehmen wir beide das Angebot zusätzlich zu unseren Aufgaben. Deshalb wird sich die Struktur von ‚frei.raum’ auch verändern“, erklärt Mussinghoff.

Gewand verlässt Coesfeld mit Wehmut. „Das Projekt ist ein Punkt im großen Netzwerk der jungen Erwachsenen, an den sie immer mal wieder andocken“, erklärt der Pastoralreferent, der gerade an einer Auswertung arbeitet. Vor fünf Jahren hatte er eine Umfrage gestartet, was sich junge Erwachsene von dem Projekt wünschen. „Jetzt haben wir zum Abschluss nochmals gefragt, wie sie ‚frei.raum’ bewerten“, informiert der 38-Jährige. Einige Rückmeldungen hat er schon erhalten: „Sie haben geschrieben, dass sie durch das Projekt den Kontakt zur Kirche wiedergefunden hätten, sich in der Gemeinschaft wohl gefühlt hätten und ihre Themen in den Angeboten vorgekommen seien.“

Mussinghoff und Abel freuen sich nun darauf, das Angebot mit den jungen Erwachsenen fortzuführen.

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