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Neues Wohn- und Geschäftshaus an der Süringstraße geplant

Baulücke soll sich nach 80 Jahren schließen

Coesfeld

Vielen Coesfeldern fällt sie vermutlich schon gar nicht mehr auf – so lange gehört eine große Baulücke in einer der prominentesten Lagen schon zum Stadtbild: das unbebaute Grundstück an der Süringstraße zwischen den heutigen Geschäften Fouani Kosmetik & Friseur (Hausnr. 17) und Heuermann Fotografie (Hausnr. 21). Nachbarn hat es allerdings schon viele andere gehabt, denn das Areal liegt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs brach. Jetzt soll es in absehbarer Zeit bebaut werden – mit einem Wohn- und Geschäftshaus, wie bei der Vito Immobilien GmbH zu erfahren ist, der neuen Eigentümerin der Fläche. „Das Grundstück ist seit Anfang des Jahres in unserem Besitz“, gibt Martin Wulff von Vito Auskunft. In dem neuen Gebäude soll sich im Erdgeschoss Gewerbe ansiedeln, darüber plant Vito vier Wohnungen. „Der Bauantrag liegt bei der Stadt und ist auch schon bearbeitet worden“, sagt Wulff. Noch im August wird sich der Gestaltungsbeirat mit dem Erscheinungsbild des geplanten Objekts in bester Citylage befassen. Dann rechnen die Eigentümer mit einer baldigen Baugenehmigung. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant.

Von Elias Fleige und Ulrike Deusch

Foto:

Für alle Coesfelder, die nach dem Krieg geboren sind, gehört die Baulücke an der Süringstaße zum Stadtbild. Zwar sei das Haus, das dort noch bis 1945 stand, beim großen Bombenangriff auf die Stadt beschädigt worden, komplett zerstört wurde es aber nicht, gibt Marie Bongers von der Pressestelle der Stadt nach einem Gespräch mit Stadtarchivar Norbert Damberg Auskunft. „Auf Bildern, die dem Stadtarchiv vorliegen, ist das Haus im April des Jahres 1945 noch zu sehen, seit Mai steht es dann nicht mehr“, so Bongers. Danach ist das Grundstück bis heute nicht mehr bebaut worden.

Warum erst nach rund 75 Jahren nun ein Bauvorhaben auf den Weg gebracht werden soll – darüber schweigt die Stadt sich aus. „Es können persönliche Gründe der Eigentümer sein“, gibt sich Marie Bongers diplomatisch. Martin Wulff von Vito wird nur ein wenig deutlicher. Baulast-Eintragungen hätten in früheren Jahren die Bebauung des Grundstücks schwierig gemacht. Nun hätten in der Nachbarschaft Eigentümerwechsel dazu geführt, dass neue Lösungen möglich wurden.

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