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Agentur für Arbeit und OurGenerationZ starten Kooperation

Berufsberatung moderner zuschneiden

Coesfeld

Die sogenannte Generation Z gilt als die Generation der „Digital Natives“. Im Gegensatz zu allen vorherigen Generationen, ist sie bereits seit dem Kindesalter mit einer digitalen Welt konfrontiert, in der soziale Netzwerke, „Likes“ und „Follower“ zu einer Selbstverständlichkeit des sozialen Miteinanders geworden sind.

Freuen sich auf die Kooperation: (von links) Michael Schwering, Bereichsleiter bei der Agentur für Arbeit Coesfeld, sowie Athina Ekoutzoglou und Lara Laurenz von der OurGenerationZ. Foto:

Diese Selbstverständlichkeit trifft in der heutigen Erwachsenenwelt jedoch meist auf Unverständnis. So werden Programme für Jugendliche von Erwachsenen entwickelt, die junge Menschen nicht ansprechen und erreichen. Das hat die Agentur für Arbeit erkannt und ist eine Kooperation mit der OurGenerationZ (OGZ) eingegangen, um sich mit ihren Angeboten noch besser auf die Jugendlichen einstellen zu können.

In Coesfeld gegründet, besteht die OurGenerationZ aus Jugendlichen im Alter von 16 bis 21 Jahren, die es geschafft haben, mit einem eigenen Instagram-Account #ourgenerationz Inhalte und Berichte zu relevanten Themen wie Psychische Erkrankungen, Soziale Normen, Gesundheit, Ernährung, Umwelt und Berufsfindung zu erstellen sowie eigene Erfahrungen, Lösungsmöglichkeiten und Hilfestellungen mit Jugendlichen in ganz Deutschland auszutauschen.

Die Online-Plattform #ourgenerationz ist zudem eine repräsentative Umfrageplattform. Hierdurch werden die tatsächlichen Bedürfnisse der Zielgruppe ermittelt. Durch verschiedene Projekte und Kooperationen werden die Themen der Jugendlichen von der „Online-Welt“ in die „Offline-Welt“ übertragen.

Die Zusammenarbeit mit der #ourgenerationZ stellt für die Arbeitsagentur daher eine besonders spannende regionale Kooperation dar, denn dadurch können die Berufsberater noch intensiver und in veränderter Form mit den Jugendlichen in Kontakt treten. Ziel ist, künftige Angebote noch stärker aus Sicht der jungen Menschen zu denken und sie bei der Entwicklung auch ein Stück einzubinden. Die Jugendlichen auf der anderen Seite profitieren zukünftig davon, da diese aktuell mit dem unübersichtlichen Angebot im Internet überfordert und mit veralteten und nicht zeitgemäßen Berufsbeschreibungen sowie Online-Fragequiz konfrontiert sind.

Wie geht es nach dem Abschluss der Kooperation weiter? „Aller guter Anfang fußt auf einem gemeinsamen Verständnis der Realität. Deshalb freuen wir uns auf eine bald startende digitale Umfrage in den Schulen, um mehr über die Situation der jungen Menschen aus der Generation Z zu erfahren“, erklärt Phillip Egan-Becking, Berufsberater bei der Agentur für Arbeit Coesfeld. „Denn sie sollen die Möglichkeit bekommen, der Berufsberatung zu berichten, wie sie uns wahrnehmen und welche Erwartungen und Wünsche sie haben. Nur mit einer solchen Rückmeldung können wir unsere Angebote für sie optimieren.“

Weitere Meilensteine sind die Anpassungen der Berufsbeschreibungen, um Mythen abzubauen sowie neue digitale Berufe bekannter zu machen und Ausbildungen als attraktive Lösung für den Traumjob anzubieten. „Wir haben noch viele Projektideen, die wir mit der Agentur für Arbeit in Coesfeld umsetzen möchten, um den Jugendlichen eine bessere Orientierung bei der Berufsfindung geben zu können. Bei der Umfrage ist jeder Jugendliche dazu aufgerufen, die Berufsberatung von morgen mitzugestalten. Je mehr mitmachen, desto wertvoller wird die Beratung sein, wenn man sie braucht.“ erklärt Lara Laurenz, eine der Mitgründerinnen der OurGenerationZ.

Möglich machen die Initiative auch der Schirmherr der OGZ, Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, sowie OGZ-Botschafter Lars Göntgens von der Cosoft Computer Consulting GmbH und Christofer Weßeling von der Weslink GmbH, die das besondere Engagement der OGZ-Jugendlichen unterstützen.

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