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Frank Eversmann ist das neue Gesicht des Piepenprüörkers in Lette

Bier fließt wieder durch die Zapfhähne

Lette

Eigentlich kommt er als DJ aus der Club-Szene. Aber eine Disko will Frank Eversmann, der gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Gerald Wissel den Piepenprüörker in Lette – die „Piepe“ – wiedereröffnet, nicht machen. Ganz im Gegenteil: „Wir wollen die Piepe so urig und gemütlich behalten wie sie jetzt ist.“ Das sei auch der Wunsch der Verpächter gewesen. Am Freitag in der kommenden Woche (1. 10.) soll das erste Bier durch die Zapfhähne fließen und damit die Piepe aus ihrem einjährigen Dornröschenschlaf geweckt werden.

Von Leon Seyock

Der Letteraner Frank Eversmann (rechts) ist das neue Gesicht der Piepe. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Gerald Wissel möchte er die „Piepe“ in Lette in die Zukunft bringen. Foto: Foto: Leon Seyock

Gebürtig stammt Frank Eversmann, Vater von zwei Söhnen, aus Lette. Zuletzt hat er in Münster gewohnt, vor drei Jahren verschlug es ihn dann wieder zurück in seine Heimat. Festangestellt ist er bei einem Kurierdienst, allerdings nur noch bis Monatsende. „Die Entscheidung, eine Festanstellung für die Selbstständigkeit aufzugeben, ist mir nicht leicht gefallen“, lässt Eversmann durchblicken. Nach etlichen Überlegungen sei für ihn aber klar gewesen: „Es passt alles“, so der angehende Wirt voller Vorfreude.

Seine Schwester sei es gewesen, die schon damals in der Piepe Stammgast war und Eversmann darauf aufmerksam machte, dass ein neuer Wirt für die Piepe gesucht werde. Daraufhin sprach er seinen Bekannten Gerald Wissel an, ob er ihn bei seinem Vorhaben unterstützten wolle. Denn Wissel habe gute Kontakte zu zahlreichen Gastronomien, Clubs oder auch Brauereien. Er habe zugesagt, Eversmann zur Seite stehen zu wollen. Mehrere Treffen habe es in den Tagen danach mit den Verpächtern Werner und Gerburgis Brosthaus gegeben, bevor eines Abends der langersehnte Anruf kam – Eversmann hatte den Zuschlag erhalten und sich gegen mehrere Mitbewerber durchgesetzt. „In der Nacht habe ich kein Auge zu bekommen“, sagt Eversmann lachend. Die Nachricht, dass die Piepe weiterleben wird, habe sich in Lette wie ein Lauffeuer verbreitet, schildert er weiter.

Ein 15-köpfiges Team samt Koch ist zusammengestellt, Getränke- und Speisekarten mit einer weiterhin gutbürgerlichen Küche angefertigt und die Räumlichkeiten in Schuss gebracht: „Wir freuen uns auf eine Kneipe von Letteranern für Letteraner.“ 7 Weiterer Bericht über die Zukunft der „Piepe“ in einer Sonderveröffentlichung am 30. September.

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