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Letteranerin erfüllt sich im Frühjahr in der Pfauengasse 4 ihren „Lebenstraum“

Coesfeld bekommt wieder ein klassisches Café

Coesfeld (ds). Die Zeiten der klassischen Cafés sind in Coesfeld schon lange vorbei. Viele Ältere erinnern sich aber noch gerne an Bodem, Wiggenhorn und Gausselmann, wo man seinerzeit mit hausgemachtem Kuchen verwöhnt und noch am Tisch bedient wurde – in gemütlich-plüschiger Atmosphäre. Im nächsten Frühjahr soll diese Kaffeehaus-Tradition – modern interpretiert – wiederbelebt werden, und zwar in der Pfauengasse 4 (im neuen Lokal neben dem Natz-Thier-Haus). Dort will sich Rebekka Paul aus Lette ihren „Lebenstraum erfüllen“. Wie die 45-Jährige, gelernte Hotelfachfrau und Kauffrau, erklärt, habe sie schon vor 25 Jahren als ganz junge Frau direkt nach ihrer Ausbildung daran gedacht, sich selbstständig zu machen. Letztlich habe sie sich dann aber doch auf den kaufmännischen Bereich verlegt. Jetzt hat ein Bericht in unserer Zeitung über die Ladenleerstände in der City ihr den letzten „Kick“ gegeben, es doch noch zu tun. „Ich habe Vermieter Jürgen Domeier angerufen, der in dem Artikel genannt wird“, erzählt sie – und sei bei ihm für ihr Projekt auf viel Verständnis gestoßen. „Wir sind uns handelseinig geworden“, freut sie sich. Im kommenden Frühjahr – April oder Mai – soll es losgehen. Viel Selbstgemachtes will sie anbieten mit Zutaten, die, so weit es geht, aus der Region stammen. Eine heimelige Atmosphäre schaffen, in der man gerne verweilt. Auch draußen unter dem schönen großen Baum werden die Besucher bei sonnigem Wetter sitzen können. Jetzt feilt sie noch an den Feinheiten ihres Konzepts und will dazu auch noch nicht allzu viel verraten. Nur: „Überall wird viel Liebe drin stecken.“ Das sei die Grundidee. Und Service ist ihr wichtig: Die Bedienung erfolgt am Tisch und nicht an einer Selbstbedienungstheke. Eben wie früher.

Detlef Scherle

Jürgen Domeier freut sich, mit Rebekka Paul eine Mieterin gefunden zu haben, die das gastronomische Angebot in der City bereichern will. Foto: az

Als Zielgruppe hat sie „das goldene Mittelalter und darüber hinaus“ im Visier und hofft auf entsprechenden Zuspruch. Viele hätten ihr immer wieder gesagt, dass genau so ein klassisches Café in Coesfeld fehlt.

Ihr Vermieter Jürgen Domeier hat „ein gutes Gefühl“ bei dem Konzept. Er hatte schon einige Anfragen zu dem Lokal, wollte es aber bewusst nicht an den nächsten Döner-Imbiss oder eine Shisha-Bar abgeben. Jetzt sind noch einige Formalitäten zu klären. Unter anderem hat er einen Antrag auf Nutzungsänderung gestellt.

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