1. www.azonline.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Coesfeld
  6. >
  7. „Das gefährdet unsere Mitarbeiter“

  8. >

Positiv getestete Personen kommen zum PCR-Test unangemeldet zum DRK

„Das gefährdet unsere Mitarbeiter“

Coesfeld. Im gesamten Stadtgebiet gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten eines Schnelltestes auf das Coronavirus. Nachdem das Deutsche Rote Kreuz im März noch Vorreiter war und sich vor dem Testzentrum an der Bahnhofstraße regelmäßig lange Warteschlangen bildeten, kamen schnell private Anbieter hinzu, die ebenfalls diese Tests durchführen. Dass es heute ein engmaschiges Netz an Testmöglichkeiten gibt, begrüßt Christoph Schlütermann, Vorstand des DRK-Kreisverbandes. Allerdings weist er auf ein Problem hin, das er in der jüngeren Vergangenheit vermehrt beobachtete: „Gefährlich wird es, wenn Personen, die ein positives Ergebnis nach einem Schnelltest erhalten, unangemeldet bei uns für einen PCR-Test vor der Tür stehen“, erklärt Schlütermann. Wenn eine vermeintliche Virusinfektion im DRK-Testzentrum „erst am Check-in“ bekannt werde, gefährde das die Mitarbeiter und auch die weiteren wartenden Personen.

Leon Seyock

Schnelltests auf das Corona-Virus führt nicht nur das Deutsche Rote Kreuz an der Bahnhofstraße durch, sondern mittlerweile auch viele private Anbieter. Diese bieten allerdings nicht die Möglichkeit eins PCR-Tests. Für das DRK sei es problematisch und gefährlich, wenn auch positiv schnellgetestete Personen in der Warteschlange beim Rotkreuz stehen würden, sagt der Vorstand. Foto: Archiv

Das sagt der Kreis

Eine Nachfrage beim Kreis Coesfeld, der die Zentren genehmigen muss, hat ergeben: Die Teststellen können selbst einen PCR-Test zur Validierung eines positiven Schnelltests direkt anbieten. „Alternativ können sie mit anderen Stellen kooperieren, etwa mit niedergelassenen Arztpraxen. Die Teststellen informieren die Getesteten direkt, wo sie sich zur weiteren PCR-Testung hinwenden können“, informiert Pressesprecher Hartmut Levermann.    -lsy-

Startseite