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Listen in den Praxen werden minütlich länger

Das große Warten auf den kleinen Piks

Coesfeld. Bei der Nachfrage, wie aktuell der Alltag in der Gemeinschaftspraxis von Christiane van Dyk und Dr. med. Anja Morawe wegen der Corona-Schutzimpfungen aussieht, muss Steffi Beumer ein wenig schmunzeln – ständig hört sie im Moment diese Frage. „Unsere Warteliste ist unendlich lang“, sagt die Medizinische Fachangestellte. Rund 400 Patienten würden auf der Liste stehen, die alle darauf warten, den Piks zum Schutz gegen das Corona-Virus zu bekommen. Auch Brigitte Häming, Medizinische Fachangestellte in der Hausarztpraxis Achim Nippoldt, teilt mit, dass das Telefon konstant klingeln würde, „die Warteliste wird minütlich länger.“

Leon Seyock

Frank Mader, Facharzt für Innere Medizin mit Praxis in Lette, zeigt die Impfdosen von Biontech/Pfizer (roter Deckel) und Astrazeneca (lilafarbener Deckel). Foto: Leon Seyock

Was Patienten tun können

Wer eine Impfung zum Schutz vor einer Erkrankung mit dem Corona-Virus bekommen möchte, kann sich bei seinem Hausarzt erkundigen und sich auf die Warteliste setzen lassen. Die Abarbeitung dieser Liste wird in den befragten Praxen unterschiedlich gehandhabt, Geduld sollten Impfwillige aber in jedem Fall mitbringen. Mehrere Wochen kann es dauern, bis sich die jeweilige Praxis zurückmeldet. Konkrete Zeiträume können nicht genannt werden, da auch die Ärzte nicht wissen, wie viele Impfdosen von welchem Impfstoff sie wöchentlich zugeteilt bekommen. Steffi Beumer, Medizinische Fachangestellte in der Gemeinschaftspraxis Christiane van Dyk und Dr. med. Anja Morawe, betont: „Wer schon auf der Warteliste steht, der muss nur abwarten, bis wir uns melden.“ Denn des Öfteren komme es vor, dass Patienten, die schon für eine Impfung vorgemerkt sind, immer wieder anrufen und sich erkundigen, auf welcher Position sie sich befänden. Das erschwere die Arbeit in den Praxen, „ich glaube, da spreche ich für alle Hausärzte“, sagt Beumer.    -lsy-

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