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Lars Rinke ist stellvertretender Schulleiter am Gymnasium Nepomucenum

Die Zeichen stehen auf vorwärts

Coesfeld. Der auffälligste Einrichtungsgegenstand im frisch bezogenen Büro: ein mannsgroßes Eisenbahnzeichen, das, sobald es korrekt an der Wand hängt, freie Fahrt signalisiert. Bahn frei für den neuen stellvertretenden Schulleiter des Gymnasiums Nepomucenum, Lars Rinke, der dieses ungewöhnliche Dekorationsstück nicht nur gewählt hat, weil er ein großer Eisenbahn- beziehungsweise Märklin-Fan ist. Rinke unterstreicht damit vor allem, wohin die Reise geht: vorwärts. Vorwärts mit Optimismus, Tatkraft, Neugier, Flexibilität, Vertrauen und Gelassenheit – all das ist dem Neuen im Führerstand des Nepomucenums wichtig und zu eigen. Gerade in der Pandemie zeige sich, wie hilfreich diese Eigenschaften sind.

Christine Tibroni

Lars Rinke ist neuer stellvertretender Schulleiter des Nepomucenums. Sein Büro ziert ein Eisenbahnzeichen, dass künftig auf freie Fahrt steht und damit anzeigt, wohin die Reise geht: vorwärts. Foto: Christine Tibroni

Aber auch darüber hinaus bleiben sie für Schule und Schulleitung bedeutsam, insbesondere da das Nepomucenum mit der geplanten Modernisierung des Schulzentrums vor einer weiteren großen Herausforderung steht. Rinke, bislang schon als Beauftragter Bauen und Sanierung eng in die Planung eingebunden, wird dieses Mammutprojekt in der neuen Funktion federführend begleiten. „Das wird jede Menge Arbeit, aber wir arbeiten auf ein tolles Ziel hin. Denn am Ende bekommen wir ganz fantastische Lernmöglichkeiten. Wir haben die Möglichkeit, unsere Schule für das 21. Jahrhundert aufzustellen“, so Rinke, der sich seit der Uni mit pädagogischer Architektur beschäftigt, inzwischen über die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft eine Weiterbildung zum Schulbauberater absolviert hat und als Reserveoffizier die Führungsakademie der Bundeswehr in Fragen des Schulbaus berät.

Natürlich weiß er um die Sorgen, die ein so umfassendes Bauvorhaben vor allem bei Eltern und Schülern hervorruft. Aber er ist überzeugt davon, dass „es gar nicht so schlimm wird, wie viele befürchten. Durch den Auszug der Anne-Frank-Schule haben wir Platz, um ausweichen zu können. Außerdem muss man sehen, dass zuerst der Anbau für die Mensa und das neue Gebäude der Theodor-Heuss-Schule geschaffen werden, das eigentliche Schulgebäude des Nepomucenums zunächst also kaum berührt wird.“

Neben den besonderen Aufgaben, den Schulbetrieb in der Pandemie zu organisieren und die richtigen Weichen für den Schulbau zu stellen, möchte Rinke Schwerpunkte im Bereich der Digitalisierung, Schul- und Qualitätsentwicklung und Kommunikation setzen, immer mit dem Ziel „das Beste für die Schüler zu erreichen.“ Darüber hinaus fällt ihm die klassische Aufgabe von stellvertretenden Schulleitern zu, Stunden- und Vertretungspläne zu erstellen. Bleibt da noch Zeit fürs Unterrichten? „Unbedingt, schließlich bin ich vor allem Lehrer“, sagt der 51-jährige Pädagoge mit den Fächern Sozialwissenschaften, Politik und Sport. „Die Leistungskurse in Sowi sind für mich eine Herzensangelegenheit. Die möchte ich gerne weitermachen.“

Lars Rinke arbeitet seit 2001 am Nepomucenum, nachdem er zuvor sein Referendariat am Augustin-Wibbelt-Gymnasium in Warendorf absolviert hatte. Schnell lernte er das Nepo und Coesfeld schätzen. 2003 folgte der Umzug von Münster nach Coesfeld. „Ich wollte immer da leben, wo ich arbeite, um nah dran zu sein an den Themen der Schüler“, sagt der Vater von drei Söhnen im Alter von 14, 16 und 20 Jahren. Als stellvertretender Schulleiter folgt er Harry Thöring nach, der im Sommer 2018 in den Ruhestand verabschiedet worden war.

In seiner Freizeit engagiert sich Rinke im Vorstand der Bürgerstiftung. Sport, Kunst und Reisen haben darüber hinaus besonderen Stellenwert. Nicht zu vergessen die große Leidenschaft Modelleisenbahn. Da bleibt dann wohl nur eines zu wünschen übrig: Allzeit gute Fahrt.

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