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Nach dem Halleneinsturz am Winter gibt es jetzt Pläne für das Grundstück an der Dieselstraße

DJK baut neues Haus des Sports

Coesfeld

Als am 8. Februar das Dach der DJK-Sporthalle an der Dieselstraße unter Schneemassen einbrach und dabei teilweise auch die Seitenwände einriss, war der Schock bei den Verantwortlichen groß: Die Halle, in die gerade erst kräftig investiert worden war, nahezu komplett zerstört, ein Schaden in Millionenhöhe, die Zukunft ungewiss, schnelle Lösungen nicht in Sicht. Schon damals prognostizierte Vorstand Michael Laukamp, dass es Sommer werden würde, ehe der Sportverein Klarheit darüber habe, welcher Betrag von der Versicherung zu erwarten sei, und damit eine belastbare Grundlage für weitere Planungen habe. Und genau so ist es eingetreten. Das abschließende Gespräch mit der Versicherung fand jetzt statt. „Die Summe X steht fest“, so Laukamp auf AZ-Anfrage. Eine konkrete Zahl nennt er nicht, aber der Betrag ist wohl hoch genug, dass die DJK nun ein ambitioniertes Projekt fest in den Blick nehmen kann: den Bau einer komplett neuen Sporthalle, die mit einer Fläche von rund 4000 Quadratmetern genau so groß sein wird wie das Vorgängergebäude.

Von Christine Tibroni

Ein Bild der Verwüstung bot sich im Februar, als das Dach der DJK-Sporthalle unter Schneemassen einbrach und auch Teile der Seitenwände mitriss. Das zerstörte Gebäude musste abgerissen werden. Foto: Foto Archiv

Ein „House of Sports“, so Laukamp, das für alle Sportarten, die bisher auch an der Dieselstraße vertreten waren, bestmögliche Trainingsbedingungen bieten soll. Vorgesehen sind laut Laukamp zwei oder drei Tennisplätze, Trainingsplätze für Badmintonspieler und Bogenschützen, ein Dojo für die Kampfsportler (Judo, Karate, Ju-Jutsu), ein Kursraum und ein kleines Bistro. Zudem soll ein neues Sportangebot Platz finden. „Wir planen die Anschaffung von zehn bis zwölf E-Gym-Geräten“, kündigt Laukamp an, dass künftig smartes Training von Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit in der neuen DJK-Sporthalle möglich sein soll. „Wobei dieses Angebot in keinster Weise in Konkurrenz zu unserem Fitnessstudio im Mobile steht, weil wir eine andere Zielgruppe ansprechen wollen.“

Die Kosten des Neubaus, der bis Ende 2022 fertig sein soll, beziffert Laukamp grob auf zwei bis drei Millionen Euro. Genaue Zahlen gibt es erst, wenn die Planung ausgearbeitet ist. Darauf wird sich der Vorstand jetzt konzentrieren. Außerdem sollen erste Gespräche mit Hallenbauern geführt und Fördermöglichkeiten abgeklopft werden.

Ein erste sichtbare Maßnahme auf dem Grundstück wird der Abriss des noch stehenden, hinteren Hallenteils sein, in dem früher die Badmintonspieler und Kampfsportler trainierten. Damit wird der Weg frei für eine neue Halle aus einem Guss. Von der im Februar schwer beschädigten Halle ist nur noch die Bodenplatte zu sehen, die Trümmer sind längst entfernt. Von den Abrissarbeiten unberührt sind der Kopfbau mit Eingangsbereich und Sanitärräumen und das Hausmeisterhaus, die bei dem Einsturz der Halle bis auf Kleinigkeiten nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Baupläne sollen, sobald sie konkretisiert sind, den Vereinsgremien vorgestellt werden.

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