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kfd-Ortsgruppen haben gemeinsam einen meditativen Wanderweg erarbeitet

Durch die Heide pilgern

Coesfeld

Gemeinsam auf den Weg gemacht haben sich die katholischen Frauengemeinschaften (kfd) in der Region Coesfeld, indem sie einen Pilgerweg erarbeitet haben, den alle entlangwandern können. „Wir freuen uns sehr über unser erstes gemeinsames Projekt“, sagt Margret Sundrum, Sprecherin der kfd-Region Coesfeld.

Von Manuela Reher

Eine Arbeitsgruppe der katholischen Frauengemeinschaften hat einen Pilgerweg erarbeitet und lädt alle dazu ein, sich auf diesen Wanderweg zu begeben: (v.l.) Ulrike Krampe (kfd Lette), Sylvia Rickert (kfd St. Jakobi Coesfeld), Elisabeth Püttmann (kfd Maria Frieden Coesfeld), Ursula Lammerding (kfd Billerbeck), Margret Sundrum (Sprecherin kfd Region Coesfeld), Heike Hansen (kfd Lette) und (nicht im Bild) Ursula Rendels (kfd Anna Katharina Coesfeld). Zum meditativen Wanderweg gibt es ein kleines Begleitheft. Foto: Foto: Manuela Reher

Sieben Frauen aus den katholischen Frauengemeinschaften Coesfeld, Lette und Billerbeck hatten sich in einer Planungsgruppe zusammengefunden, um den meditativen Wanderweg in der Coesfelder Heide zu erarbeiten. 6,8 Kilometer lang ist die Strecke, die am Café am Golfplatz in Stevede beginnt. „Wir wollen alle Menschen einladen, in die Weite hinauszutreten, auf einen Weg der Freiheit, weit entfernt von Gewohnheiten und Alltagsroutinen“, betont Ulrike Krampe (kfd Lette).

Ein bewusst gewählter Weg, gerade dann, wenn er mühsam und steinig werde, wenn unterwegs nicht alles planmäßig laufe, habe stets eine Wirkung aus uns, erläutert Sylvia Rickert (kfd St. Jakobi Coesfeld). Die bloße Strecke, bei der es sich um einen Rundkurs handelt, sei innerhalb von knapp zwei Stunden zu bewältigen, sagt Elisabeth Püttmann (kfd Maria Frieden). Allerdings seien die Wanderer auch eingeladen, an insgesamt neun Stationen innezuhalten. Für die Haltepunkte inmitten der Natur gibt es Gebete und Impulse, die in einem bebilderten Begleitheft zu finden sind, das in den Kirchen in den jeweiligen Gemeinden zum Mitnehmen ausliegt. Das Heft trägt den Titel „Lasst uns miteinander gehen, Frauen auf dem Wege, Schritt für Schritt ... Leben aus der Hoffnung“. So lautet der Refrain des kfd-Liedes.

In Zusammenarbeit mit und von Frauen der verschiedenen kfd-Ortsgruppen sei die Idee entstanden, allen etwas Verbindendes füreinander an die Hand zu geben, sagt Margret Sundrum und fügt hinzu: „Mit den ausgearbeiteten Texten lässt sich der vorgeschlagene Weg oder ein anderes Wegstück in der Natur bewusst als Glaubensweg erleben.“

Man könne auch nur einen Teilbereich auswählen und diesen Weg mit seinen Gedanken, Gebeten und Schritten fühlen und füllen, meint Ursula Lammerding (kfd Billerbeck). Der Pilgerweg ist allerdings nicht tauglich für einen Rollator. Aber auch diejenigen, die nicht gut zu Fuß seien, könnten sich mit dem Begleitheft virtuell auf den Weg durch die wundervolle und inspirierende Heidelandschaft machen. Zu den Stationen zählen unter anderem der Heidesee, die Hasenkapelle, ein Rastplatz und ein Hochsitz.

Die Pilger können als Orientierung entweder die ausführliche Wegbeschreibung im Begleitheft oder die App Komoot nutzen, die über einen im Heft abgedruckten QR-Code heruntergeladen werden kann, wie Heike Hansen (kfd Lette) mitteilt.

Alle Teilnehmerinnen der Planungsgruppe würden sich über eine Rückmeldung derjenigen freuen, die den Pilgerweg gegangen sind. Dazu werden Bücher in den jeweiligen Kirchen ausgelegt, in denen die Pilger ihre Erlebnisse, Eindrücke und Emotionen niederschreiben können. „Wir sind schon sehr gespannt auf die Reaktionen“, sagt Margret Sundrum voller Vorfreude.

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