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Politikerin plaudert aus nichtöffentlicher Sitzung

Eklat vor Beigeordneten-Wahl

Coesfeld

(ds). Die Stadtverwaltung Coesfeld hat einen neuen Beigeordneten: Der Betriebs- und Diplom-Verwaltungswirt Christoph Thies, der zuletzt Fachbereichsleiter bei der Stadt Borken war, tritt die Nachfolge des vor gut einem Jahr zur Hochschule für Polizei und öffentlichen Dienst nach Münster gewechselten Dr. Thomas Robers an. Bei der Wahl gab es nur zwei Gegenstimmen von den Vertretern der Familien-Fraktion.

Mit Blumen hieß Bürgermeisterin Eliza Diekmann ihren neuen Kollegen Christoph Thies im Verwaltungsvorstand willkommen. Er übernimmt als Beigeordneter das Dezernat III mit den Fachbereichen Ordnung und Soziales sowie Jugend, Familie, Bildung und Freizeit. Foto: Foto: Detlef Scherle

Thies hatte sich zuvor kurz vorgestellt. Schon mit 16 Jahren sei er in Dülmen als Anwärter angefangen. „Da kommen dann schon ein paar Jahre Verwaltungserfahrung zusammen“, sagte der Parteilose mit Blick auf sein Alter von 48 Jahren. „Ja, das passt!“ habe er bei der Stellenausschreibung gedacht. Auch bei seiner Wohnort-Gemeinde Reken hatte er sich im vergangenen Jahr schon als Beigeordneter beworben – kam dort in die Runde der letzten drei, aber am Ende nicht zum Zuge.

Vor der Wahl war es zu einem Eklat gekommen, als Angela Kullik (Familie) sich „verwundert“ über den Vorschlag zeigte. Im Auswahlgremium sei man sich doch über einen anderen Kandidaten, einen Juristen, einig gewesen. Nur Diekmann habe da für Thies gestimmt. Und Gerrit Tranel (CDU). Der habe das nur noch mit der Fraktion rückkoppeln wollen. Von acht Stimmen seien sechs auf den Juristen entfallen, plauderte sie Interna aus. Diekmann wurde das zu bunt. Sie unterbrach Kullik mit dem Hinweis, dass sie nichts aus geschlossenen Gremien verbreiten dürfe. Aus dem Saal kam Protest, dass Kulliks Darstellung überdies nicht stimme. Auf Nachfrage von Ralf Nielsen (SPD) kündigte Diekmann an, Sanktionen wegen des Bruchs der Vertraulichkeit prüfen zu wollen.

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