1. www.azonline.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Coesfeld
  6. >
  7. „Endlich sind wir angekommen“

  8. >

Das neue integrative Familienzentrum Mose startet ins Kita-Jahr

„Endlich sind wir angekommen“

Coesfeld

Endlich ist es soweit: Das Familienzentrum Mose der Stiftung Haus Hall nimmt am Gerlever Weg 11 die Arbeit auf. Zurzeit begrüßt das Mitarbeiterteam täglich neue Kinder, jedes zur eigenen vereinbarten Ankunftszeit. Namensschildchen helfen Eltern, Erzieherinnen und Erziehern bei den vielen neuen Gesichtern. Bis zum 4. September werden alle 98 angemeldeten Kinder da sein. Der Neubau bietet Platz für sechs Gruppen.

Heilerziehungspfleger Jan Schwermer spielt mit Levi und Damian. Das Zentrum bietet viele Möglichkeiten für sie. Foto:

Brayan, 3 Jahre alt, hat heute seinen zweiten Tag in der grünen Gruppe und kennt sich schon ein bisschen aus. Zielsicher steuert er die Terrasse an und greift zur Straßenkreide. Levi dagegen kennt schon aus der Zeit an der Grimpingstraße einige Kinder, Erzieherinnen und Erzieher. Er freut sich jetzt über die neuen Räume und Möglichkeiten. Beide Kinder haben kleine Bücher mitgebracht, die sie vor den Ferien von der Kita bekommen hatten. Zu Hause haben sie die leeren Seiten mit Fotos von der Familie, Haustieren oder Hobbys gefüllt. Die Bücher helfen den Kindern nun, in der Kita von sich und ihrer Familie zu erzählen.

„Die Gruppenräume sind trotz der Größe gemütlich,“ sagt Denise Leiermann, Levis Mutter. „Alles ist sehr hell und freundlich, die Kinder haben Platz. Hier kann man gut auf ihre Bedürfnisse eingehen.“ Das findet auch Jan Schwermer. Er ist Heilerzie-hungspfleger und ist einer von fünf Männern im Team der Kita. Schwermer arbeitet in einer der beiden heilpädagogischen Gruppen. „Ich habe in einigen Wohngruppen von Haus Hall gearbeitet und wollte gern einen neuen Bereich ausprobieren“, sagt er. Zurzeit bietet die Einrichtung sechs heilpädagogische Plätze. Und auf die Dauer werden es acht sein. „Die Nachfrage ist groß“, sagt Einrichtungsleiterin Claudia van Stegen.

Mit insgesamt 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern startet die Einrichtung am neuen Standort, unter ihnen Berufsanfänger wie auch erfahrene Kräfte. Van Stegen ist froh: „Endlich sind wir angekommen“, sagt sie, „alle freuen sich riesig auf die Arbeit in den neuen Räumen.“ Und sie betont: „In der Bauphase gab es hier vor Ort manche Unannehmlichkeiten. Wir bedanken uns für das Verständnis der Nachbarn.“

In der Mensa wird noch ausgepackt und eingeräumt. Im großen Bewegungsraum sind Handwerker mit letzten Arbeiten beschäftigt. Auch die hinteren Außenanlagen mit vielen Spielmöglichkeiten sind noch nicht fertiggestellt. Doch soweit möglich, erkunden die Kinder und das Team mit großer Freude die neuen Innen- und Au-ßenbereiche. Zum Namenstag des Hauses, dem 4. September, ist ein Kennenlern-Treffen für die Eltern geplant. „Zum Namen Mose und der biblischen Figur passt unser Anliegen, dass hier Kinder aus verschiedenen Kulturen, Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam spielen und lernen sollen“, so Claudia van Stegen.

Startseite