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Freilichtbühne Coesfeld eröffnet die Saison mit erstem Live-Konzert seit Pandemiebeginn

Endlich wieder Leben an der Bühne

Coesfeld. „Wer hätte sich vor zwei Jahren vorstellen können, dass wir für so ein Konzert einen Test und eine Anmeldung brauchen“, begrüßt Bürgermeisterin Eliza Diekmann das Publikum auf der Freilichtbühne Coesfeld und macht die Besonderheit dieses Abends deutlich: „Das Konzert des ‚Lonely Hearts Club‘ ist das erste Live-Konzert in dieser Größenordnung in ganz NRW“. Verdient hätten es sich alle Coesfelder durch ihr diszipliniertes Verhalten in der Pandemie, weswegen Coesfeld als Modellregion vorsichtig öffnen darf.

Ursula Hoffmann

Eine der Sicherheitsvorkehrungen: In Zelten am Eingangsbereich des Bühnengeländes mussten sich alle Besucher der Freilichtbühne registrieren lassen. Erst dann wurde ihnen der Eintritt gewährt. Foto: Ursula Hoffmann

„Endlich raus“, freuen sich die Zuschauer und nehmen ohne Murren alle Verhaltensregeln in Kauf. Denn es ist ein ganz neues Freilichtbühnen-Erlebnis. Drei Zelte sind am Eingang des Bühnengeländes aufgebaut, bevor sie betreten werden dürfen, muss jeder mit der luca-App einchecken. In den Zelten sitzen jeweils zwei Bühnenmitglieder, die Personalausweise und den tagesaktuelle negative Corona-Tests kontrollieren. Beides muss zusammen mit dem elektronischen Ticket vorgezeigt werden. Das ist ein riesiger Aufwand für die Freilichtbühne, deren Mitglieder ja alle ehrenamtlich tätig sind. „Wir mussten bereits im Vorfeld unheimlich viel organisieren, bei der Verteilung der Sitzplätze lässt sich sicher noch einiges optimieren. Heute sind genau 160 Zuschauer da. 30 Bühnenmitglieder sind mit eingebunden, damit alles richtig laufen kann“. erklärt Pressesprecherin Carolin Böcker. Sie ergänzt: „Es wird noch einen Lernprozess bei den Zuschauern und bei uns geben, aber der Einlass heute hat schon mal gut geklappt und trotz aller Arbeit überwiegt bei uns allen die Freude, dass endlich wieder Leben da ist.“

Normalerweise herrscht auch reges Leben auf dem Bühnenvorplatz, vor der Hexe tummeln sich die Besucher, um sich kulinarisch zu verwöhnen. An diesem Abend ist nur ein Teil geöffnet, es werden kalte und warme Getränke, Brezeln und Eis angeboten. Aber auf dem Platz darf nichts getrunken oder verzehrt werden. „Wir laufen als Kiosk und daher dürfen wir verkaufen, aber es darf im Umkreis von 50 Metern nichts verzehrt werden, das ist unser Problem“, erklärt Rainer Gremm, der den Verkauf organisiert. Also müssen alle ihre Getränke mit in den Zuschauerraum nehmen. Damit auch während des Konzerts keiner auf dem Trockenen sitzen muss, haben einige junge Leute der Bühne sich auf der Terrasse platziert und bedienen auf Handzeichen. Die meisten Zuschauer beachten die Regeln, einige müssen sich aber noch ein bisschen daran gewöhnen, lassen sich vom Überschwang der Gefühle mitreißen. Doch insgesamt zieht Böcker ein positives Fazit eines gelungenen Abends und freut sich auf die nächsten Veranstaltungen, die auf der Homepage angekündigt sich.

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