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Fünftes Hansemahl unter Blätterdach im Schlosspark

Genuss, Gespräche und Gaumenfreude im Grünen

Coesfeld

Leckere Käsespieße, herrlich duftende Brezel, saftige Frikadellen und knackige Nüsse: Der Tisch, den „Die Unglaublichen“ eingenommen haben, sieht im wahrsten Sinne des Wortes unglaublich aus – unglaublich gut. „Wir lassen es uns hier richtig gut gehen“, sagt Sonja Averkamp-Knieps. Sogar ein kleiner Kronleuchter thront auf dem Tisch.

Von Leon Seyock

Alle Leckereien sind selbst gemacht, versichert der Stammtisch „Die Unglaublichen“. Simone De Laer (von links), Katya Buckting, Sonja Averkamp-Knieps, Sonja Wolters, Marion Brüning und Marion Grams genießen den geselligen Abend im Schlosspark. Foto: Foto: Leon Seyock

Zum fünften Hansemahl hatte der Stadtmarketing Verein am Samstagabend eingeladen. Zum Start um 18 Uhr sind bereits nahezu alle der 30 Tische belegt, rund 250 Gäste nehmen auf den Bierzeltgarnituren Platz und erfreuen sich an dem geselligen Treiben und dem guten Essen, das sich jeder selbst mitgebracht hat. „So ein Fest hat nach dem Lockdown eine ganz andere Bedeutung. Diese Geselligkeit kennt man gar nicht mehr“, urteilt Bürgermeisterin Eliza Diekmann, die später von Tisch zu Tisch wandelt und die Gäste begrüßt.

Offensichtlich genießen die Anwesenden dies am Samstagabend. Sie prosten sich mit ihren Getränken zu, fallen sich in die Arme und erfreuen sich an der Geselligkeit. Besondere Blicke zieht dabei der hiesige Heimatverein auf sich, der kurzerhand in traditionellen Trachten aufschlägt.

Es dauert nur rund eine halbe Stunde, bis die Geräuschkulisse, die durch angeregte Gespräche erzeugt wurde, merklich sinkt. „Gefräßige Stille“, kommentiert Anne Grütters vom Stadtmarketing Verein lachend. Sie freut sich gemeinsam mit den Mitorganisatoren, dass das Hansemahl, das 2017 zum letzten Mal stattfand, nun endlich wieder über die Bühne gehen kann – und dann auch noch im Schlosspark. In den vergangenen Jahren wurde zum Hansemahl auf den Markplatz geladen, jetzt zum ersten Mal ins Grüne. „Das ist eine viel schönere Kulisse und sehr gemütlich unter dem Blätterdach“, so Diekmann. In Zukunft, so hat sie bereits einige Ideen im Kopf, könne man die Veranstaltung weiterentwickeln und beispielsweise Lampions in den Bäumen aufhängen, Musiker einladen und die angrenzende Gastronomie miteinbeziehen.

Währenddessen genießen auch „Die Unglaublichen“ die lauschige Atmosphäre: Sie schenken Wein ein und beißen in ihre mitgebrachten Leckereien. „Wir haben davon in der Zeitung erfahren und uns den Termin direkt vorgemerkt“, erklärt Marion Brüning und schiebt hinterher, dass das Finden von Terminen für Treffen durchaus schwierig sei. Und ehrlich ist der Stammtisch auch: „Wir haben natürlich etwas Essen vergessen, das uns dann gebracht werden musste. Chaotisch also, wie immer“, ergänzt Simone De Laer. Lachend prosten sich die Frauen zu – und genießen das Beisammensein.

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