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Realschüler erarbeiten ein 3-D-Modell der Coesfelder Citadelle

„Geschichte vor Ort“ in der Theo erleben

Coesfeld

Zum ersten Mal in der Coesfelder Geschichte ist es einer Geschichts-AG gelungen, mit Unterstützung von Friedhelm Becker ein professionelles 3-D-Modell aus der Vogelperspektive von der großen Citadellenanlage aus dem 17. Jahrhundert zu erstellen. Die Schüler der Theodor-Heuss-Realschule, die teils sogar in ihrer Freizeit an dem Modell gearbeitet haben, präsentierten nun das Ergebnis in der Ausstellung „Geschichte vor Ort – die Coesfelder Citadelle“.

Die Coesfelder Citadellenanlage als 3-D-Modell: daran haben Schüler der Theodor-Heuss-Realschule mit Stadtführer Friedhelm Becker (r.) gearbeitet. Nicht nur Bürgermeisterin Eliza Diekmann (3.v.r.) ist begeistert. Foto:

Rund 25 Personen hatten sich neben den Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften aus den Bereichen der Politik, Kultur und Geschichte der Stadt am Tonnengewölbe auf dem Schulhof versammelt, um den spannenden Reden zu folgen und die abwechslungsreich mit Infotexten, Bildern und Modellen aufbereitete Ausstellung zu erleben.

Die Gäste lauschten mit Begeisterung den Ausführungen des Stadtführers Becker. Die Exponate haben die Schülerinnen und Schüler über ein Schuljahr hin zusammengetragen. Diese bilden die Zeit des 17. Jahrhunderts in Coesfeld anschaulich ab, in der Coesfeld zur Residenzstadt des Bischofs Christoph Bernhard von Galen gemacht wurde.

Bürgermeisterin Eliza Diekmann eröffnete die Veranstaltung und lobte das Konzept des Projektes. Die AG „Spuren finden“ mit ihrem Leiter Rainer Sandkötter machte sich auf den Weg, die Spuren der Coesfelder Citadelle quasi unter ihren Füßen und in ihrer direkten Nachbarschaft aufzufinden. Dabei arbeitete sie vernetzt mit dem Stadtarchiv, Stadtmuseum, dem Heimatverein und dem Stadtführer Friedhelm Becker. Diekmann hob die gute Zusammenarbeit zwischen der Theodor-Heuss-Realschule und den verschiedenen Einrichtungen der Stadt hervor und eröffnete ihr Interesse für zukünftige Kooperationen, wie z. B. die Citadelle in Coesfeld erlebbarer zu machen.

Astrid David, Schulleiterin der Realschule, betonte, dass das Geschichtsprojekt im Sinne des Namensgebers der Schule den Schülerinnen und Schülern „gesellschaftliches Engagement nahebringt und ein Grundverständnis für politische Zusammenhänge vermittelt“. Es gelte, „die Vergangenheit kennenzulernen und kritisch zu betrachten, um dann mit diesem Wissen Gegenwart und Zukunft zu gestalten“.

Das 3-D-Modell wird laut Pressemitteilung der Schule in einer Glasvitrine dauerhaft im Foyer der „Theo“ ausgestellt werden und soll Ausgangspunkt für öffentliche Führungen rund um die Citadelle sein. 7 Die Schule bietet am Dienstag (8. 6.) und Donnerstag (10. 6.) jeweils von 15 bis 17 Uhr eine Ausstellungsführung und Besuch der Reste der Citadelle unter Führung von Friedhelm Becker an. Interessierte rufen die Homepage der Schule auf: thrs-coe.de und folgen dem Link zur E-Mail-Adresse der Schule.

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