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Einmütige Voten für Ortsverbandssprecher

Grüne vor der Wahl geschlossen wie nie

Coesfeld

(ds). „Never change a winning team“, rief Ratsfrau Barbara Sieverding in den Saal des Café Böll. Die Marschrichtung war klar beim Ortsparteitag von Bündnis 90/Die Grünen. Jeweils einstimmig wurden die Sprecher Sarah Albertz und Norbert Vogelpohl wiedergewählt. Kassierer Christian Tiepold konnte sich in Abwesenheit über einen einmütigen Vertrauensbeweis freuen. Und auch die Wahl der Beisitzer brachte „Partei-Urgestein“ Dr. Peter Jansen als Versammlungsleiter ohne Gegenstimmen über die Bühne. Gewählt wurden Lisa Schinke, Hans-Jürgen Braukmann, Cemil Rami und Mareike Raack. Die Grünen demonstrierten vor der Bundestagswahl Harmonie und Geschlossenheit. Und so räumte Vogelpohl auch das einzige unschöne Thema, den Austritt von Angela Kullik aus Partei und Fraktion in Rat und Kreistag (wir berichteten) schnell ab. Er stellte klar, dass er ihr „zu keinem Zeitpunkt“ mit Parteiausschluss gedroht habe. Er habe sie allerdings aufgefordert, das Mandat zurückzugeben.

Blicken optimistisch auf die Bundestagswahl: v. l. Sprecherin Sarah Albertz, Bundestags-Kandidatin Dr. Anne-Monika Spallek, Sprecher Norbert Vogelpohl sowie die Beisitzer Hans-Jürgen Braukmann, Cemil Rami und Mareike Raack (mit Votum als Landtags-Kandidatin). Nicht im Bild: Beisitzerin Lisa Schinke und Kassierer Christian Tiepold. Foto: Foto: Detlef Scherle

„Das fulminante Ergebnis“ der Kommunalwahl wertete er als „gute Ausgangsbasis“ für die Bundestagswahl: „20 Prozent hätten wir uns alle vor drei Jahren nicht träumen lassen.“ Hohe Ziele hat sich Bundestags-Kandidatin Dr. Anne-Monika Spallek aus Billerbeck gesteckt, die als Gast an der Versammlung teilnahm. Sie wolle auch das Direktmandat gewinnen, betonte die 53-jährige promovierte Mathematikerin, die in Gerleve ein „Altersheim für Pferde“ betreibt. „Nur über Direktmandate können wir auch den Frauen-Anteil im Bundestag erhöhen“, stellte sie unter Beifall klar. Die Arbeit für den ländlichen Raum will sie in den Mittelpunkt ihres Wahlkampfs stellen.

In den Blick nahmen Coesfelds Grüne auch schon die Landtagswahl 2022. Mareike Raack strebt erneut die Direkt-Kandidatur an. Sie wurde für die Aufstellungsversammlungen mit einem einstimmigen Votum gestärkt.

Kontrovers wurde es dann doch nochmal zum Schluss, als Hans-Jürgen Braukmann den Antrag einbrachte, bei der Suche nach einem Atommüllendlager nicht nur unterirdische, sondern auch oberirdische Standorte zu berücksichtigen. Einige Alt-Grüne sahen damit den Widerstand unter anderem gegen das Zwischenlager Ahaus ausgehöhlt. Mehrheitlich wurde dann aber doch ein Zusatz, dass oberirdische Lagerung mitbedacht werden soll, beschlossen.

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