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Beim zweiten Stadt-Dialog sprudeln die Ideen für eine familienfreundliche Innenstadt

Heimatbänke und ein Coesfeld-Beach

Coesfeld

Heimatbänke, Strandfeeling am Schützenwall, eine Spielfläche am Rand des Marktplatzes, Ausstellungen im Schlosspark, zusätzliche Sitzgelegenheiten in der Promenade und deutlich mehr Barrierefreiheit – die Ideen, wie sich die Innenstadt noch familienfreundlicher und attraktiver gestalten lässt, sprudelten nur so beim zweiten Stadt-Dialog, zu dem Bürgermeisterin Eliza Diekmann gemeinsam mit den Vertretern des Stadtmarketing Vereins eingeladen hatte.

Von Ulrike Deusch

In der Diskussion kamen viele Ideen zur Sprache: die Grünfläche am Schützenwall am „sinkenden Schiff“ (l.) könnte bis zur Umflut zum Coesfeld-Beach werden. Der Schlosspark soll – wie bei Sport im Park (o.r.) öfter bespielt und Streetfood könnte „coe-linarisch“ werden. Foto: Fotos: ude/Archiv

„Uns geht es darum, die Stadtgesellschaft mitzunehmen und Coesfeld gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu gestalten“, erinnerte Diekmann ans Ziel des neuen Formats. Die Coesfelder sollen nicht nur mit ihren Ideen gehört, sondern auch motiviert werden, mitzugestalten und sich für ihre Stadt zu engagieren.

Anders als bei der Premiere im Mai, als rund 60 Teilnehmer online dabei waren, zeigten dieses Mal nur knapp 20 Personen Interesse – das schöne Wetter und den Vorabend zum langen Wochenende vermutete Florian Klostermann, Vorsitzender des Stadtmarketing Vereins, als Gründe. Wie es auch gehen kann, zeigte eine Herrentruppe, die sich beim kühlen Bier aus dem Brauhausgarten zuschaltete – mit willkommenen Vorschlägen zur Umsetzung einer schon beim letzten Stadt-Dialog besprochenen Idee: ein großer COE-Schriftzug an den Eingängen zur Innenstadt, der auch als Fotomotiv attraktiv sein könnte.

Relativ konkret geplant sind Begegnungsbänke, auf denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen können, und so genannte Heimatbänke, gebaut von jungen Menschen und verziert mit plattdeutschen Weisheiten, die Senioren beisteuern könnten. Da gibt es bereits engagierte Bürger und Vertreter der Flüchtlingsinitiative, die an einer Umsetzung arbeiten.

Ein Teilnehmer hatte die Idee, auf der Grünfläche am Schützenwall zeitweise einen Coesfeld-Beach mit Südsee-Atmosphäre einzurichten, ein anderer regte an, den Schlosspark stärker ins Bewusstsein zu rücken und mit Veranstaltungen oder Ausstellungen zu bespielen. Auch Picknicks – gern unter Einbeziehung der Gastronomie – wurden vorgeschlagen. Ein Teilnehmer brachte kulinarische Events – Streetfood-Stände ebenso wie mit Angeboten der heimischen Gastronomie – ins Gespräch. Da konnte ein anderer gleich den passenden Slogan beisteuern: „coe-linarisch.“

Florian Klostermann betonte, wie wichtig es sei, nach der Pandemie und der sozialen „Corona-Lähmung“ die Coesfelderinnen und Coesfelder wieder zusammenzubringen und dabei auch allen Generationen gerecht zu werden. „Wir müssen Anlässe schaffen, bei denen Familien sich treffen und in den Austausch kommen können.“

Mit seiner Versicherung, über die angesprochenen Themen im Dialog zu bleiben, und dem Appell von Eliza Diekmann an die Teilnehmer, sich aktiv an der Umsetzung zu beteiligen, endete die Veranstaltung – deren nächste Folge am 1. Mittwoch im Juli (7. 7.) möglichst in Präsenz stattfinden soll.

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