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Elektromärkte erleben zum Teil extreme Nachfrage

Heizlüfter bei Hitze heiß begehrt

Coesfeld

Angesichts der hochsommerlichen Temperaturen müssten aktuell eigentlich Klimageräte reißenden Absatz finden. Doch stattdessen ist die Nachfrage nach Heizlüftern, Heizstrahlern sowie Radiatoren und Konvektoren (elektrische Heizkörper für größere Räume) enorm gestiegen. Das bestätigen etliche Einzelhändler in Coesfeld. Allerdings ist die Auswahl aktuell begrenzt. Denn die meisten Kunden haben sich bereits Ende Juni auf den Weg gemacht, um die wenigen noch vorhandenen Geräte zu erwerben.

Detlef Gottschald, Fachberater im Medimax-Elektromarkt, zeigt den Restbestand an kleinen Heizlüftern. Im Oktober oder gar im Januar rechnet er mit der nächsten Lieferung dieser aktuell heiß begehrten Geräte. Foto: Foto: Manuela Reher

„Die Nachfrage ist extrem hoch für den Sommer“, sagt Jörg Leuker, Leiter des Hagebaumarktes Frieling. Täglich würde sich eine ganze Reihe von Kunden im Markt nach den alternativen Möglichkeiten des Heizens erkundigen. Manche Kunden hätten Verständnis dafür, dass ihr Wunsch nach einem solchen Heizgerät nicht sofort erfüllt wird; andere wiederum würden verärgert reagieren. Aber auch das sei verständlich, sagt Leuker.

Die Kunden seien sehr verunsichert angesichts der Nachrichten über die Gaskrise, hat der Marktleiter festgestellt. Sie wollen für den kalten Winter vorsorgen. Die Beschaffung der Geräte zum Heizen sei aktuell sehr schwierig. Erste Liefertermine seien für Anfang September genannt worden. „Wir werden einen erhöhten Lagerbestand fahren“, betont Jörg Leuker. Damit gehe der Hagebaumarkt Frieling in die Vorleistung. Auch wenn die Nachfrage hoch sei, wolle man versuchen, über die Zentrale die gewohnten Preise für die Heizgeräte zu halten. Der Kunde solle nicht das Gefühl haben, dass sich der Markt in Krisenzeiten bereichern wolle.

Wer genau wisse, welches Gerät für ihn in Frage komme, könne sich im Markt vormerken lassen. „Dann setzen wir den Kunden gerne auf die Warteliste“, versichert Jörg Leuker.

Im Elektromarkt Medimax verweist Fachberater Detlef Gottschald auf den kleinen Restbestand im Regal. Aktuell können nur noch kleine Heizlüfter erworben werden. Diese würden sich zum Beispiel für ein kleines Badezimmer eignen, das zusätzlich mit einem solchen Heizlüfter geheizt werden könne, sagt er. Vornehmlich ältere Kunden würden solche Geräte aktuell kaufen. Bis zu 2000 Kilowatt Strom benötigt ein solches Gerät. „Dafür hat man am besten eine Photovoltaikanlage zu Hause“, sagt Detlef Gottschald.

„Alles, was Wärme erzeugen kann, wird aktuell bei uns nachgefragt. „Normalerweise haben wir Heizlüfter im Spätherbst im Sortiment“, erinnert er sich an die Vorjahre. Er hofft, dass es im Oktober oder spätestens dann im Januar des neuen Jahres Nachschub gibt. Niemand wisse aktuell, wohin die Reise genau gehe. Das treffe sowohl auf die Verbraucher als auch auf die Einzelhändler zu. Denn diese seien letztlich auch auf die Lieferanten und funktionierende Produktions- und Lieferketten angewiesen.

Martin Buning vom Unternehmen Expert weist auf die deutlich höheren Kosten von Direktheizungen im Vergleich zu einer Zentralheizung hin, da diese mit Strom betrieben würden. Es handele sich um reine Zusatzheizungen. Expert-Mitarbeiterin Marlies Resing-van der Wurp bestätigt die eklatant gestiegene Nachfrage nach solchen Geräten. Täglich warte man auf neue Lieferungen.

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