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Schulleitungen, Lehrkräfte und Schüler entdecken neue Möglichkeiten

Hunger auf Schule ist groß!

Coesfeld 

Niemand hätte wohl vor einem Jahr gedacht, dass Schule einmal so von Schülern vermisst wird. Diese Erfahrungen haben die Lehrkräfte am Gymnasium Nepomucenum gemacht, wie Schulleiterin Angela Bülo betont. Seit eineinhalb Wochen drücken die Schüler nun wieder wie gewohnt in ihren Klassenräumen die Schulbank.

Manuela Reher

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„Mit der Herausforderung, sich wieder an einen regulären Schulalltag zu gewöhnen, gehen die Nepomucener gelassen und kreativ um“, sagt Angela Bülo.

Lockdown und Distanzunterricht hätten vor allem digitale Medien in den Vordergrund gerückt. Am digital gut ausgestatteten Nepomucenum würden die Lehrkräfte und Schüler (auch die jüngsten) mit hoher Professionalität und gelingender Selbstverständlichkeit mit den erweiterten Möglichkeiten arbeiten.

Besondere Vorsicht und Rücksichtnahme seien im vergangenen Jahr vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie zur Selbstverständlichkeit geworden, Testungen und Hygieneregeln seien Bestandteil des normalen Schulalltags. Das Medien- und Arbeitszentrum sei für den normalen Tagesbetrieb wieder geöffnet. Mit der Wiederaufnahme des Ganztagsbetriebs – „mit besonderem Hunger auf Schule“ – würden das Bistro und die Mensa gut besucht, sagt Angela Bülo.

Für die Abiturienten gebe es die gute Nachricht, dass die feierliche Übergabe der Abiturzeugnisse auf der Freilichtbühne erfolgen könne. „Wenn eine Jahrgangsstufe krisenerprobt und selbständig in ihre weitere Ausbildung geht, dann ist es dieser Abitur-Jahrgang“, betont die Schulleiterin.

Auch Astrid David, Leiterin der Theodor-Heuss-Realschule, zeigt sich glücklich über den gelungenen Neustart des regulären Unterrichts. „Die Schüler haben sich wahnsinnig gefreut, sich in den Klassengemeinschaften wiederzusehen“, sagt sie. Lehrkräfte und Schüler würden den Blick darauf lenken, was im Schulalltag alles wieder möglich sei, und nicht überlegen, welche Probleme sich eventuell auftun könnten. Das schaffe Zuversicht. Die Zehntklässler würden im Pädagogischen Zentrum gebührend verabschiedet. Das sei wichtig, um einen entscheidenden Lebensabschnitt bewusst beenden zu können.

Benedikt Wachsmann, Leiter der Maria-Frieden-Grundschule, ist es wichtig, dass die Schüler nach der langen Zeit des Distanz- und Wechselunterrichts wieder „ein Stück Normalität spüren“. Zwei Mal in der Woche würden Corona-Tests durchgeführt; das gehöre bereits zur Routine im Schulalltag. Und für die Kinder sei erfreulich, dass sie das negative Testergebnis auch für die Freizeit nutzen könnten, zum Beispiel für einen Besuch im Freibad.

Einig sind sich die Schulleiter Benedikt Wachsmann, Angela Bülo und Astrid David darüber, dass man aus den Erfahrungen, die man in der Corona-Pandemie bei der Organisation des Schulalltags gemacht habe, gelernt habe und auch weiterhin lernen könne.

Angela Bülo: „Die bisherige – durch die Pandemiesituation durchaus auch verstärkte – Neugier von Kollegen und Schülern im Entdecken neuer Möglichkeiten wird uns weiterhin bereichern.“ Das Gymnasium arbeite an der Umsetzung nachhaltiger Konzepte, welche Elemente aus der Distanzzeit bereits ab dem kommenden Schuljahr verbindlich erhalten bleiben.

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