1. www.azonline.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Coesfeld
  6. >
  7. Jeden Monat neue Wege gehen

  8. >

Coesfeld for Future lädt zur Klimachallenge 2021 ein

Jeden Monat neue Wege gehen

Coesfeld. Auch wenn die Coronakrise den Bürgern weiterhin einiges abverlangt, steht der Menschheit nach Ansicht von Coesfeld for Future die größte Herausforderung noch bevor: die Bewältigung der Klimakrise. Denn im Gegensatz zu Corona halten die Veränderungen wie steigende Temperaturen oder vermehrte Unwetter nur schleichend Einzug in den Alltag der Menschen – und sind doch ab einem gewissen Punkt nicht mehr aufzuhalten. Aus diesem Grund ruft Coesfeld for Future in diesem Jahr die Klimachallenge 2021 aus. Jeden Monat können sich die Menschen einer kleinen Herausforderung stellen und so einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Florian Schütte

Das Auto mal stehen lassen und aufs Rad umsteigen, einen Monat lang versuchen, ohne Wegwerf-Plastik auszukommen oder neue vegetarische Rezepte ausprobieren und im Frühjahr den Garten einmal in den Fokus nehmen – die Klimachallenges sind vielfältig. Fotos: Pixabay/Archiv; Collage: fs Foto: az

Die Idee dabei ist simpel: Coesfeld for Future erklärt in jedem Monat ein sogenanntes Leuchtturmprojekt und gibt hierfür Anregungen. „Wichtig ist, dass es als Einladung verstanden wird und nicht als erhobener Zeigefinger“, sagt Susanne Keull von Coesfeld for Future. „Wir haben die Hürden bewusst niedrig gesetzt und uns machbare Herausforderungen überlegt“, beschreibt Keull die Idee. „Ich habe auch schon Rückmeldungen von Bekannten bekommen, die sagten: Das ist cool, jetzt habe ich endlich einen Anreiz“, berichtet sie. Ohnehin sei der Januar ja der Monat der Vorsätze.

Die Projekte möchte Susanne Keull so lokal wie möglich herunterbrechen. Wenn es nächsten Monat um die verschiedenen Umweltsiegel geht, will sie beispielsweise in ihrem Blog eine Liste mit Coesfelder Einzelhändlern erstellen, die Waren mit diesen Siegeln anbieten. Alles frei nach dem Motto: informieren, ausprobieren, evaluieren. Die Herausforderungen beschäftigen sich mit allen Facetten des Klimaschutzes – vom fleischreduzierten Konsum, über alternative Fortbewegungsformen bis hin zum plastikfreien Leben.

Zudem sind die Challenges an die Jahreszeiten angepasst. So rückt im April der Garten in den Fokus, im Oktober das Thema Heizen und im November der Gedanke an ein ökologisches Weihnachtsfest. Scheitern erlaubt, denn es kommt auf die Selbsterfahrung an. Dass aus einem „Hardcore-Fleischesser“ kein Vegetarier wird – da gibt sich auch Susanne Keull keinen Illusionen hin. „Aber wenn ich den Gedanken zulasse, mir dieses Projekt vornehme und am Ende meinen Fleischkonsum auf einmal die Woche reduziere oder auch nur mehr auf die Tierhaltung achte, habe ich doch schon was erreicht“, setzt die Coesfelderin auf den „Schneeballeffekt“, dass kleine Schritte immer weiter zum Erfolg führen. „Es ist doch nichts spannender, als sich selbst dabei zu beobachten, was passiert und möglich ist, wenn wir gewohnte Pfade verlassen“, findet Keull.

In diesem Monat geht es sehr konkret ums Thema Ökostrom und den Anbieterwechsel. Auch weitere Anregungen und Challenges aus der Bürgerschaft sind jederzeit willkommen. Weitere Informationen und Anregungen gibt es unter wissenmachtklima.blogspot.com

Startseite