1. www.azonline.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Coesfeld
  6. >
  7. Jugendpolitik: Start mit Gesprächen und Planspiel

  8. >

Fachbereichs-Team stellt im Ausschuss erste Schritte vor

Jugendpolitik: Start mit Gesprächen und Planspiel

Coesfeld

Gute Nachrichten hat Martin Holtmann vom Team Kinder- und Jugendförderung der Stadt in die Sitzung des Jugendhilfeausschusses mitgebracht: Noch vor den Sommerferien sollen in Kooperation mit den Schulen die ersten konkreten Schritte unternommen werden, um eine eigenständige Jugendpolitik in Coesfeld zu entwickeln. „Erste Gespräche sollten klappen“, zeigte sich Holtmann zuversichtlich. Außerdem beteilige sich der Fachbereich Jugend kommende Woche am jährlichen „Unternehmensplanspiel Projekt Zukunft“ der Volkshochschule mit den städtischen Gymnasien. Dort sollen dieses Mal auch Ideen und Handlungskonzepte für die Jugendpolitik entwickelt werden.

Von Ulrike Deusch

In Herne gibt es das KiJuPa, das Kinder- und Jugendparlament. Ob das auch ein Format für Coesfeld sein könnte, wird sich zeigen. Foto: Foto: Stadt Herne

Erst im März hatte der Rat grünes Licht für die Entwicklung einer eigenständigen Jugendpolitik in Coesfeld gegeben. Dass junge Menschen ihre eigenen Interessen vertreten und an wichtigen Entscheidungen für ihre Zukunft mitarbeiten können, hatte Bürgermeisterin Eliza Diekmann schon im Wahlkampf gefordert. Vor drei Wochen hatte die Stadt einen Kooperationsvertrag zur fachlichen Begleitung mit dem Landesjugendamt unterzeichnet.

„Wir müssen in der ersten Phase viele Instrumente in die Hand nehmen und mehrere Baustellen aufmachen, um junge Menschen zu erreichen“, stellte Martin Holtmann in der Sitzung klar. „Die Jugendlichen“ als homogene Gruppe gebe es nicht. „In besonderem Maße sind wir dabei auf die Schulen angewiesen“, sagte er. Auf eine Frage von Ulrike Fascher (CDU) stellte Holtmann klar, dass nicht nur die Schulen in städtischer Trägerschaft als Partner verstanden werden. Auch sollten nicht etwa nur Gymnasien am Projekt beteiligt werden. „Wir wollen daraus keine elitäre Sache machen.“

Mit der Kontaktaufnahme sollen zugleich auch schon Themen ermittelt werden, die Jugendliche besonders bewegen und Felder abgesteckt werden, auf denen sie in Coesfeld Handlungsbedarf sehen. Zudem sollen sie eingeladen werden, an der Konzept-Entwicklung zur Umsetzung der Jugendpolitik konkret mitzuwirken.

Klassengespräche, Hearings, Beteiligungs-Scouts als Klammer zwischen Stadt und Schülern, Quizformate, mobile Abenteuer, interaktive Führungen – das sind Methoden, die das Team anwenden will, um Jugendliche für das Projekt zu begeistern. Damit es noch mehr Spaß macht und viele junge Menschen anspricht, soll der Prozess filmisch durch einen Medienpädagogen und Filmemacher begleitet werden. Dabei sollen auch Jugendliche Teil des Filmteams werden können.

Neben der Kooperation mit den Schulen will das Team der Jugendförderung aber auch in den Dialog mit Verantwortlichen von Vereinen und Verbänden treten und schließlich auch solche Jugendliche ansprechen, die sich schon bei konkreten Projekten wie der Skateranlage oder dem Dirt-Park eingebracht haben. | Kommentar

Startseite