Coesfeld
Keine Angst vor Klassik
Coesfeld. Dass Kindern der Kontakt mit klassischer Musik ganz niederschwellig ermöglicht werden kann, stellte jetzt ein Workshop im Heriburg-Gymnasium unter Beweis. Das Projekt „Rhapsody in School“ ermöglichte Schülern aus den fünften und sechsten Klassen, zwei junge Musiker im Schulunterricht kennenzulernen.
Zwei der drei Gerassimez-Brüder ließen es sich nicht nehmen, die Schüler nach ihrem hervorragenden Konzert, das sie am Vorabend im Konzert Theater gegeben hatten, zu besuchen.
Die Schüler zeigten sich beeindruckt vom Pianisten Nicolai Gerassimez und Cellisten Wassily Gerassimez. Deren Bruder Alexej (Percussion) war leider an diesem Tag verhindert.
Die jungen Musiker aus Essen erzählten in ihrer lockeren Art den Schülern, wie sie zur Musik gefunden haben, dass sie aus einem sehr musikalischen Elternhaus stammen.
Wassily spielte auf seinem Cello ein Stück eines berühmten Komponisten und ließ die Schüler dessen Namen erraten. „Bach“ rief ein Schüler spontan in die Runde und erntete dafür viel Lob. Wassily nutzte sein Musikinstrument auch als Gitarre, was die Fünft- und Sechstklässler zum Schmunzeln brachte.
Die Schüler erfuhren, wie sich die Künstler verwirklicht haben, was sie so besonders macht und von anderen unterscheidet. Wassily und Nicolai, der mit seinem Vortrag auf dem Klavier begeisterte, verstanden es, den Nerv bei der jungen Generation zu treffen. Die Schüler erfuhren, warum die Leidenschaft bei den Musikern Funken schlägt.
Musiklehrer Nikolaus Klein freute sich darüber, dass sich die Musiker sehr authentisch präsentierten. Dem Förderverein des Heriburg-Gymnasiums ist er dankbar, dass er das Projekt unterstützt hat. „Rhapsody in School“ sei Nachwuchsförderung und setze den Keim für Antrieb, Kreativität und die Lust nach Verwirklichung.
Ganz im Sinne von Lars Vogt, Pianist und Initiator des Projekts, der an die Schüler appelliert: „Wenn ihr euch was vornehmt, dann könnt ihr das erreichen. Ihr müsst an etwas glauben und Feuer fangen für die Sache. Wir Musiker wollen unsere Leidenschaft mit euch teilen und kommen deshalb zu euch an die Schulen. Ich habe nie etwas Sinnvolleres gemacht.“
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